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27.02.2012

Smart Phones, Apps, QR-Codes bringen Schwung in den Einkauf von morgen

Gewinner und Laudatoren 2012

Gewinner und Laudatoren 2012

Bei der feierlichen Abendveranstaltung im Rahmen der EuroCIS hat das EHI gestern zum fünften Mal die Gewinner der retail technology awards europe (reta) in den Düsseldorfer Rheinterrassen ausgezeichnet. In den drei Kategorien Best Customer Experience, Best Instore Solution und Best Enterprise Solution wurden jeweils drei gleichberechtigte Preisträger ermittelt.

Best Customer Experience

Auchan SpA bringt die Funktionalitäten der bestehenden Self-Scanning Lösung auf das Smartphone der Kunden. Bisher konnten Kunden am Eingang der Auchan-Märkte ein Self-Scanning Device mit auf ihren Einkauf nehmen, mit diesem Produkte scannen und an der Kasse bezahlen. Nun kann auch das Smartphone der Kunden selber diese Aufgaben übernehmen – indem auf die Software Shopevolution per App zugegriffen wird. Der Kunde kann nun bequem zuhause seine Shopping List erstellen, das Smartphone im Markt als Scanner benutzen, erhält zudem mobil individualisierte Angebote und kann per Self-Checkout bezahlen.

Die Euronics XXL Mega Company (Unterhaltungselektronik-Markt mit fünf Filialen im Bodensee-Raum) versieht jeden ausgedruckten Kassenbon mit einem individuellen QR-Code. Scannt der Kunde den Code per Smartphone, wird eine digitale Kopie seines Kassenbons an seinen auf einer zentralen Plattform befindlichen Kundenaccount gesendet. Die Kunden haben damit jederzeit Zugriff auf ihre Bons, können bei Bedarf eine weitere Kopie drucken und müssen den ursprünglichen Bon nicht aufbewahren. Für Euronics ist die Plattform eine zusätzliche Möglichkeit, mit seinen Kunden in direktem Kontakt zu bleiben.

Netto Marken-Discount hat sich zum Ziel gesetzt, seine über traditionelle Wege verbreiteten Werbemittel wie Flyer und Print-Anzeigen durch eine neue Kommunikationsplattform zu ergänzen und zu ersetzen. Die Plattform ist für die Kunden per App zugänglich und bietet die Möglichkeit, individualisierte Angebote zu erhalten und mobile Coupons über die App an der Kasse einzulösen. Die Integration sozialer Netzwerke ist gewährleistet, so dass Kunden Angebote direkt mit ihren Kontakten teilen können. Neben zahlreichen weiteren Funktionalitäten ermöglicht die Plattform künftig auch das mobile Bezahlen, eine erste Testphase steht kurz vor dem Abschluss. Vor allem bei jüngeren Zielgruppen findet die Plattform grossen Zuspruch.

Best In-store Solution

McDonald's stand vor der Herausforderung, die häufig langen Wartezeiten an den Kassen- und Ausgabecountern zu reduzieren. Indem nun in verschiedenen europäischen Ländern touchscreen- und kartenzahlungsbasierte Self-Service Terminals installiert wurden, an denen der Kunde seine Bestellung aufgeben und bezahlen kann, wurde die Situation an den Ausgabestationen in vielen Fällen entschärft. Für den Kunden stellt die mit den reta-Awards ausgezeichnete Terminallösung eine schnelle, interaktive und stressfreie Alternative dar, die Wartezeiten konnten deutlich reduziert werden. Die Terminals sind äußerst platzsparend und haben gerade für Familien einen hohen Unterhaltungeseffekt. Die persönliche Interaktion mit dem Kunden findet dabei nach wie vor an der Warenausgabe statt.

Die Filialen der Parfümerie Douglas sehen sich gerade in Stoßzeiten oft mit der Situation überfüllter, relativ kleiner Verkaufsflächen und langen Wartezeiten konfrontiert. Douglas war daher auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Prozesse zu entzerren und gleichzeitig den Kundenservice zu verbessern. In mehreren Filialen ist das Verkaufspersonal seit einigen Monaten mit iPods ausgestattet, die per WLAN direkt auf den Filialserver und das Kassensystem zugreifen. Kunden können ihren Einkauf somit direkt an den mobilen Devices oder sogenannten Paypoints bezahlen. Die IPods befinden sich in einem eigenen Chassis, welches mit Kartenleser, Scanner und PinPad ausgestattet ist. Gerade im Weihnachtsgeschäft konnten die Wartezeiten deutlich reduziert werden, zudem wurde verhindert, dass frustrierte Kunden die Filiale ohne Einkauf verlassen.

Eines der obersten Ziele von real,- ist es, seinen Kunden im Fleischsortmient jederzeit optimale Verfügbarkeit, exzellente Frische und faire Preise zu bieten. Der Kern der mit den reta awards ausgezeichneten Lösung ist die vollständige Transparenz der Produktverfürbarkeit bei gleichzeitiger Minimierung der Abschriften und manuellen Transportvorgänge zwischen Kühlmöbeln und Metzgerei. Erzielt wurde dies durch die Verwendung der Serial Globe Trade Identification Number (S-GTIN) in Verbindung mit dem GS1 DataBar und einem hochperformanten Informationssystem. Die Verfügbarkeit konnte im Teststore in Tönisvorst um 17% verbessert warden, gleichzeitig wurden die täglichen Rücktransporte nicht verkaufter Ware von den Kühlmöbeln zurück in die Metzgerei um 25% reduziert.

Best Enterprise Solution

Edeka Südwest war auf der Suche nach einer Möglichkeit, Abverkaufsprognosen für stark wetterabhängige Produkte zu verbessern und gleichzeitig Überbestände und Abschriften zu reduzieren. Die ausgezeichnete Lösung verbindet die Abverkaufsdaten verschiedener Produkte mit Wetterdaten von MeteoMedia und stellt ein Prognosemodul bereit, welches das Nachfrageverhalten in Abhängigkeit von Durschnittstemperaturen und täglichen Sonnenstunden analysiert, und – unter Einbeziehung der Wettervorhersage – detaillierte Abverkaufsprognosen für die kommenden zwei Wochen erstellt.


Für die Welt des Online-Handels von Otto wurden sehr schnell die Schwächen herkömmlicher Forecasting-Tools sichtbar. Das Unternehmen benötigte daher eine neue Lösung auf wissenschaftlicher Basis, um die immensen täglich anfallenden Datenmengen zu bewältigen. Durch das neue, mit den reta Awards ausgezeichnete Tool, gelang es, die Bestellmengen wesentlich besser an die tatsächlichen Abverkaufsmengen anzupassen. Zusätzlich konnten die Warenbestände am Ende einer Saison deutlich reduziert und die Lieferzuverlässigkeit gesteigert werden.

Der wichtigste Grund für die Rewe Group, das heute prämierte Logistikprojekt VisTA (Visibility of Transport Assets) ins Leben zu rufen war das Ziel, mehr als 250.000 hochwertige Verlade- und Transportgeräte (Material Handling Equipment (MHE), Preis bis zu € 600 pro Stück), die beständig zwischen Lägern, Filialen und Entsorgungseinrichtungen hin- und hertransportiert werden, genau zu verfolgen, um diese in Echtzeit ein- und ausbuchen zu können. Die RFID-basierte Lösung ermöglicht es nun, den Standort und die Bewegungen einer Einheit exakt zu bestimmen, zahlreiche manuelle Prozesse zu eliminieren und Missbrauch der Geräte vorzubeugen.

Die reta europe 2012 wurden unterstützt von IBM.

Fotos bitte anfordern bei Susanne Neumann.