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14.04.08

Eine funktionierende Logistik bleibt die Grundlage für effiziente Geschäftsprozesse

GS1 Germany und das EHI Retail Institute präsentieren "State of the Art" in der Logistik auf der LOG 2008

Ob Handelsunternehmen, Hersteller oder zwischengeschalteter Dienstleister - die Logistikprozesse werden auf allen Seiten komplexer und vielschichtiger. Dabei spielen neue Technologien eine ebenso große Rolle wie höhere Kundenanforderungen und die Nachfrage nach effizienteren Prozessen. Das wurde deutlich auf dem Logistikkongress LOG 2008 in Köln, veranstaltet von GS1 Germany und dem EHI Retail Institute. 200 Teilnehmer diskutierten am 8. und 9. April zum Thema „Optimierungspotenziale für Handel, Industrie und Dienstleister“.
 
Egal ob Danone, Strauss Innovation, Ikea, Douglas oder Darboven - alle Unternehmen haben ihre Logistikkonzepte in den vergangenen Jahren überarbeitet und neue Wege gewählt. Die Praxisbeispiele der Branchen haben nicht nur die Ansätze und Möglichkeiten beleuchtet, sondern auch die auftretenden Probleme deutlich gemacht. Thomas Illig von Danone und Sven Asael von Douglas stellten vor allem die Kooperationsbereitschaft der Partner in den Mittelpunkt. Nur damit war es Douglas möglich, ein neues, für alle Beteiligten faires Entlohnungssystem für den Logistikdienstleister zu entwickeln. Martin Fachinger von Ikea kündigte in seinem Vortrag mittelfristig die komplette Abschaffung der Holzpalette an. Sie soll durch Papp- und Kunststoffpaletten ersetzt werden.
 
Dass die Umsetzung von Kooperationsansätzen wie VMI – Vendor Managed Inventory oder Cross Docking der Weg für die Zukunft und für eine verbesserte Supply Chain sind, wurde einvernehmlich festgestellt. Aber auch der Klimawandel und die damit verbundenen steigenden Rohstoffpreise sowie Arbeitszeitregulierungen sind Themen, die die Logistikbranche zunehmend beschäftigen. Das wurde deutlich in der Diskussionsrunde mit Claus-O. Herzig/Oscar Herzig GmbH, Peter Stöckl/Pfenning, Gerhard Schemm/Nestlé Schöller und Kay Schiebur/Lekkerland zum Thema „Herausforderung der neuen EU-Fahrerverordnung“. Sie forderten nahezu einvernehmlich mehr Flexibilität bei den Annahmezeiten des Handels.

Begleitet wurde der zweitägige Kongress durch zwei Live-Komponenten. Am 8. April stand die Besichtigung des UPS Air Hub am Flughafen Köln/Bonn, am 9. April ein Besuch der Ford-Logistik auf dem Programm.