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28.05.08

KUNO legt Betrügern das Handwerk

Deutlicher Rückgang von Kartenbetrügereien spart dem Handel Millionen

KUNO schreibt Erfolgsgeschichte. Erneut hat die Polizei in ihrer jährlichen Kriminalstatistik den deutlichen Rückgang von Betrügereien bei Unterschrift-basierten ec-Karten-Transaktionen festgestellt. Grund dafür, so der Bundesinnenminister, sei die erheblich präventive Wirkung des vom EHI und Partnern betriebenen Systems zum Schutz vor Missbrauch von ec-Karten im Lastschriftverfahren.

KUNO reduziert Kartenbetrug

Noch im Jahr 2006 wurden 41.561 Fälle von ec-Karten-Missbrauch im Lastschriftverfahren registriert. In 2007 waren es nur noch 28.936 Fälle. Das entspricht einem Rückgang von 30,4 Prozent. „Ursächlich für den erneuten Rückgang sind die vermehrte Kontrolltätigkeit des Handels (Verlangen des Ausweises) sowie Erfolge des Systems KUNO“, lautet die Erklärung des Innenministeriums. Bei einer durchschnittlichen Betrugssumme von 290 Euro pro Fall blieb dem Handel eine Schadenssumme von über 3.600.000 Euro in 2007 erspart.

KUNO gegen Kontoeröffnungsbetrug

Einen dramatischen Zuwachs an Fallzahlen verzeichnete hingegen der Kontoeröffnungsbetrug in 2007. 18.116 Fälle von Kontoeröffnungs- und Überweisungsbetrug wurden zur Anzeige gebracht. Eine Steigerung um über 4.000 Straftaten. Im März 2008 haben die Polizeigremien beschlossen, auch den Kontoeröffnungsbetrug in KUNO zu melden.

KUNO hilft dem E-Commerce

Durch die Erweiterung um Fälle von Kontoeröffnungsbetrug wird KUNO nun für Händler aus dem Bereich E-Commerce zusätzlich interessant. Das EHI konnte bereits neben dem Reiseanbieter L`Tur diverse Anbieter von Daten-, Informations- und Finanzdienstleistungen für den Online Handel aktiv in das System einbinden. Für diese Teilnehmer ist KUNO ein weiteres Instrument zur Verbesserung des eigenen Risikomanagements.

KUNO in Zahlen

Im Jahr 2007 leitete die zentrale KUNO Meldestelle des EHI über 130.000 KUNO Meldungen an die registrierten Empfänger weiter, wobei das monatliche Meldevolumen stets über 10.000 lag. KUNO deckt aktuell über 30 Mrd. Euro Lastschriftumsatz ab. Die Polizei aus allen Bundesländern und die Bundespolizei unterstützten das System. Somit konnten flächendeckend die Bürger bei Kartenverlust auf KUNO setzen. Bei mehreren 100.000 Unternehmen sichert KUNO die Kartenzahlung mit Unterschrift ab. Dazu zählen Netzbetreiber, die die Zahlungsabwicklung für den Handel vornehmen, sowie Einzelhändler, Taxiunternehmen und Spezialisten für Warenwirtschaftssysteme.
Bis zum 31.12.2006 konnte der Handel im PoZ-Verfahren ec-Karten während des Bezahlvorgangs bei den Banken prüfen lassen. „Seitdem die Banken das PoZ-Verfahren eingestellt haben, ist KUNO die wichtigste Alternative zum PIN-gestützten Verfahren“, so Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI. Mit KUNO leistet das EHI einen Beitrag, dass das bei Handel und Verbraucher beliebte Unterschrift-basierte Lastschrift-Verfahren auch in Zukunft erhalten bleibt.

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