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04.03.2010

Ausgezeichneter Nachwuchs - vorbildliche Kooperation

Preisträger und Jury Wissenschaftspreis und Preis der Kooperationen

Die Preisträger und Juroren des Wissenschaftspreises und des Preises der Kooperationen

Die Gewinner des Wissenschaftspreises und erstmalig des Preises der Kooperationen wurden am 3. März feierlich auf der gemeinsamen Veranstaltung des EHI und der Akademischen Partnerschaft der GS1 Germany in Düsseldorf geehrt. Die Preise sind mit insgesamt 40.000 Euro dotiert.

Festredner Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, hob vor 300 geladenen Gästen die Bedeutung von Nachwuchsförderung und Forschung, auch im Bereich des Handels, hervor. Er wies auf die Verantwortung der Unternehmen für Forschung und Lehre, aber auch auf die Verantwortung der Forschung und Lehre für Unternehmen hin. "Der Handel ist einer unserer wichtigsten Innovationstreiber. Er investiert in kluge Köpfe - und sorgt damit für Rückenwind auch für den Standort Nordrhein-Westfalen", betont Minister Pinkwart.

Prof. Utho Creusen und Dr. Michael Krings übernahmen als Laudatoren die fachliche und persönliche Würdigung der Preisträger des nun schon zum dritten Mal verliehenen Wissenschaftspreises und des erstmalig verliehenen Preises der Kooperationen bei der Galaveranstaltung im Rahmen der EuroCIS.

Die insgesamt vier Auszeichnungen gingen an die Absolventen von Bachelor- und Master-Studiengängen, die Verfasser von Dissertationsarbeiten sowie an einen Lehrstuhl für ein gemeinsames Kooperationsprojekt zwischen Handel und Industrie.

Dissertation

Preisträgerin in der Kategorie Dissertation ist Dr. Carmen-Maria Albrecht mit der Arbeit „Einkaufsstress: Messung, Determinanten und Konsequenzen“ von der Uni Mannheim. Mit dieser Arbeit ist ein bislang in der Marketing-Wissenschaft vernachlässigtes, aber dennoch hochgradig relevantes Thema bearbeitet worden. Interdiziplinär wurden die Bereiche Biologie, Soziologie und Psychologie involviert. Die sehr fundierte Arbeit zeichnet sich durch hohe Innovationskraft aus und gibt Handelsempfehlungen sowohl für das Top-Management als auch das Shop-Management in den Handelsunternehmen.

Master

Mani-Maurice Kügler mit seiner Arbeit “Entwurf und Umsetzung eines Kennzahlensystems zur Unternehmenssteuerung im Handel” vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), eine der deutschen Elite-Universitäten, wurde als Gewinner in der Kategorie Master geehrt. Die Arbeit bewertete die Jury als substantielles Thema mit dem Potential, zu einer Dissertation ausgebaut zu werden. Auf Basis der Balanced Score Card wurde ein System entwickelt, das erstmalig zur Generierung von Kennzahlen für eine Handels-Score Card genutzt werden kann.

Bachelor

In der Kategorie Bachelor gewannen Neele Kirsten Gellermann und Lisa-Katharina Schmitz mit dem Thema: „Vertical Relationships in the FMCG Industry – Confrontation or Collaboration?“ von der WHU – Otto Beisheim School of Management. Die Jury hat sich einstimmig für diese Arbeit entschieden und die hochgradige Relevanz des Themas Kooperation hervorgehoben. Die Öffnung für Kooperationen wird als Chance für mehr Wertschöpfung bewertet und als Weg, aus einer historisch gewachsenen Konfrontation der Handelspartner herauszukommen.

Preis der Kooperationen

Die Auszeichnung für ein wissenschaftliches Kooperationsprojekt zwischen Handel und Industrie ging an das Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen (ITEM-HSG) und wurde von einer Jury der Akademischen Partnerschaft ECR Deutschland verliehen. Das Lehrstuhl-Projektteam bestand aus Prof. Dr. Elgar Fleisch, Prof. Dr. Frédéric Thiesse und Jasser Al-Kassab, dessen Dissertation auf dem Kooperationsprojekt basiert. Der erstmals vergebene Preis würdigt das Engagement des Lehrstuhls in dem gemeinsam mit der METRO-Group und der Galeria Kaufhof GmbH in Zusammenarbeit mit der Gardeur GmbH entwickelten Kooperationsprojekt „Der betriebswirtschaftliche Wertbeitrag integrierter RFID-Systeme am Fallbeispiel Galeria Kaufhof“. Die Jury würdigte einstimmig den hohen Nutzen für Industrie und Handel sowie den umfangreichen Praxisbezug bei gleichzeitig neuer Methodenentwicklung. Der positive Effekt auf das zukunftsweisende Thema RFID und der Erkenntnisgewinn sowohl im logistischen Bereich als auch bezüglich der Kundenakzeptanz zeichnen diese Arbeit aus.

EHI und GS1 Germany stiften jeweils 20.000 Euro Preisgelder, um den akademischen Nachwuchs und etablierte Lehrstühle zu ermutigen, praxisrelevante Themen für die Handelsbranche wissenschaftlich zu erarbeiten und insbesondere das Thema Kooperationen zwischen den Hochschulen, dem Handel und der Industrie zu fördern. Zudem soll der Transfer der wissenschaftlich erarbeiteten Erkenntnisse von den Hochschulen in die Praxis ermöglicht werden.

Alle ausgezeichneten Arbeiten können beim EHI bzw. der GS1 Germany eingesehen werden.