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15.02.2006

EHI-Studie - Anforderungen an Kassensysteme: effizient und schnell

Köln, 15-02-2006 - Die EHI-Studie "Kassensysteme 2006" ist eine Momentaufnahme der Kassenlandschaft im deutschsprachigen Raum und zeigt zukünftige Trends und Themen auf. Der Untersuchung liegen die Befragungsergebnisse aus 52 Handelsunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland - Österreich - Schweiz) zugrunde, die mit 27.700 Filialen einen Umsatz von 118 Mrd. EUR erzielen. Die Erfahrungen mit über 92.500 im Einsatz befindlichen Kassensystemen sind dabei in die Befragung eingeflossen.

Hohe Anforderungen

Der Handel stellt hohe Anforderungen an seine Kassensysteme. Die Bedeutung des Kassenplatzes ist für den Händler enorm - nicht nur unter betriebswirtschaftlichem Aspekt, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Kundenzufriedenheit. Kleinste Störungen im Ablauf oder Wartezeiten an der Kasse werden vom Kunden sehr genau wahrgenommen. Daher versuchen die Handelsunternehmen, den Checkoutprozess für den Kunden so schnell und so einfach wie möglich zu gestalten. Der Aspekt der Kundenzufriedenheit spiegelt sich auch in den Befragungsergebnissen der EHI-Studie wider. 71 Prozent der Befragten gaben an, dass der Hauptzeck eines Kassenprojektes die Beschleunigung des Kassendurchlaufs ist. Andere, gewichtige Beweggründe sind die Erneuerung von technisch veralteten Komponenten und die Bereitstellung von mehr Funktionalität.

Flexibel mit Standards

Vor dem Hintergrund einer nach wie vor angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation treffen die IT-Verantwortlichen des Handels ihre Investitionsentscheidungen aber vor allem unter Kostengesichtspunkten. Standardschnittstellen, offene Software und plattformunabhängige Programmiersprachen sollen die getätigten Investitionen des Handels über Jahre hinweg absichern. Damit ist auch der scheinbar unaufhaltsame Siegeszug von Linux-Betriebsystemen zu erklären. Heute setzen bereits knapp 40 Prozent der befragten Unternehmen Linux ganz oder teilweise auf ihren Kassen ein. Die Microsoft-Produkte Windows NT, XP und WePOS kommen zusammen auf einen Anteil von 42 Prozent. Gefragt, welches Betriebssystem zukünftig auf den Kassen laufen soll, äußerten 52 Prozent der befragten Händler ihre Präferenz für Linux, während 37 Prozent der Händler Betriebssysteme von Microsoft bevorzugen würden. Vor allem Unternehmen mit großen Checkout-Linien machen sich die Kostenvorteile von Linux-Systemen zu Nutzen.

Ein Drittel setzt auf Self Checkout

Weitere wichtige Erkenntnisse der Studie sind neben der polarisierten Einschätzung bezüglich des Einsatzes von zusätzlichen Applikationen an der Kasse auch die Meinung der befragten Unternehmen über Self Checkout Systeme. Immerhin ein Drittel der befragten Unternehmen will zukünftig Self Checkout Systeme einsetzen.