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21.03.2006

Kostenreduktion in der Prozesskette: Transporte besser auslasten

Köln, 21-03-06 EHI - Die Ergebnisse der neusten Logistik-Studie präsentiert Thomas Kempcke, Leiter des Forschungsbereichs Logistics & Packaging beim EHI, den rund 140 Teilnehmern des 12. EHI-Logistik-Jahreskongresses heute in Köln.

Die zukünftige strategische Ausrichtung der Logistik geht weg von einer isolierten Betrachtung der einzelnen Distributionsstufen hin zu einer ganzheitlichen Steuerung der Supply-Chain begleitet von einem permanenten Prozess-Controlling.

Dabei haben oberste Priorität, erstens Out-of-Stock-Situationen zu vermeiden, um so Umsatzverlusten und Kundenabwanderungen entgegenzuwirken, und zweitens die Logistikkosten zu reduzieren.

Kostenvorteile von bis zu 20 Prozent durch Cross Docking

Innerhalb der Logistikkosten fallen neben den Personalkosten besonders die Transportkosten ins Gewicht. In einer besseren Auslastung der Lkw-Laderäume sieht der Handel noch ein hohes Einsparpotenzial. Außerdem wird die eigene Beschaffung der Waren bei den Lieferanten als wirksamer Beitrag zur Kostenreduzierung betrachtet.

Cross Docking halten alle Handelsunternehmen für eine probates Mittel, um kostenintensive Lagerungsprozesse zu vermeiden und Durchlaufzeiten zu verkürzen. Wenn sich auch längst nicht alle Sortimentsbereiche dafür eignen, spricht man im Idealfall von Kostenvorteilen von bis zu 20 Prozent.

Automatisierung: von Zustimmung bis Ablehnung

Auch wenn das Thema Lager-Automatisierung verstärkt diskutiert wird und RFID weiter in den Blickpunkt rückt, nehmen die meisten der Befragten eine abwartende Haltung dazu ein. Für die Logistik rechnen Experten mit der flächendeckenden Einführung von RFID für die Kennzeichnung von Transporteinheiten frühestens in ein bis zwei Jahren; auf Artikelebene nicht vor 2010.

Um die Kooperation mit Lieferanten zu verbessern, halten einige Handelsunternehmen VMI (Vendor Managed Inventory) für eine sinnvolle Maßnahme, während andere als eine Kernkompetenz des Handels die Steuerung des Warennachschub sehen.

Diese und weitere Ergebnisse sind detailliert in der EHI-Studie "Trends in der Handelslogistik 2006" beschrieben. Es wurden 25 Logistikgeschäftsführer und Logistikleiter führender Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz interviewt, darunter Vertreter von Metro, Rewe, Wal-Mart, dm-drogerie markt, Schlecker und Hornbach.

Die gesamte EHI-Studie zur Zukunft der Warendistribution im Konsumgüterbereich steht EHI-Mitgliedern ab Mai im Downloadbereich kostenlos zur Verfügung.