Ute Holtmann

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19.07.2017

App in die Küche

E-Commerce Marketing #Content Marketing #COOP #Lebensmittelhandel

Drei Fragen an Dr. Thomas Schwetje, Head of Marketing and Digital Services, Coop Schweiz /

Nach der Weinberatungs-Plattform „Mondovino“ hat die Coop im Februar die Kulinarik- und Rezept-Plattform „Fooby” gelauncht. Herr Dr. Schwetje, was war Ihnen bei der Entwicklung der Kommunikationsstrategie für die Plattform wichtig?

Thomas Schwetje, Head of Marketing and Digital Services, Coop Schweiz (Foto: coop CH)

Thomas Schwetje, Head of Marketing and Digital Services, Coop Schweiz (Foto: coop CH)

Schwetje: Mit unserer neuen Marke Fooby stellen wir kanalübergreifend unsere kulinarische Kompetenz in den Mittelpunkt. Wir greifen aktuelle Foodtrends auf, vermitteln Hintergrundinformationen zu Produzenten und Gastronomen, unterstützen mit Tipps und Tricks in der Küche und inspirieren mit einer Vielzahl trendiger Rezepte – das alles digital mit viel Bewegtbild in Web und App, aber auch analog in Print mit einem dreimal jährlich erscheinenden Magazin, in der wöchentlichen Coopzeitung und vor allem aber auch am PoS. Wir haben besonderen Wert auf die sehr hohe kulinarische Anmutung unseres Auftritts sowie auf dienahtlose Vernetzung der Medienkanäle mit dem POS, aber auch unserem Heimlieferservice gelegt. In der App und im Web können aus den Rezepten heraus direkt Einkaufslisten nach Warengruppen sortiert erstellt werden, um den Einkauf im Markt vorzubereiten, alternativ können die Zutaten für ein Rezept auch direkt online bestellt werden. Bei sämtlichen Rezepten ist sichergestellt, dass die benötigten Zutaten in jedem größeren Coop-Supermarkt erhältlich sind. Natürlich sind wir auch in den Märkten präsent, z.B. mit Rezeptkarten und mit Tipps, Tricks und Wissen zu unserem Sortiment. In unserem neu eröffneten Karma-Shop in Zug haben wir einen ganzen Präsentationstisch für Fooby, wo wir wöchentlich ein Rezept zusammen mit den benötigten Zutaten präsentieren.

Was ist Ihre Zielsetzung für Fooby?

Schwetje: Am Ende des Tages soll Fooby dazu beitragen, dass wir unsere Umsätze und Marktanteile in der Frische signifikant erhöhen. Hierfür adressieren wir zwei wichtige Hebel. Zum einen inspirieren wir mit unseren Rezepten zum Kochen und damit zum Einkauf von überwiegend Frischprodukten. Zum anderen vermitteln wir den Kunden unsere Leidenschaft und unsere Kompetenz rund um das Thema Food. Werden wir in diesen Bereichen von den Kunden als klar führend wahrgenommen, werden wir auch zu ihrem präferierten Einkaufskanal – davon sind wir fest überzeugt.

Statt in eine klassische Image-Kampagne zu investieren, haben wir uns dafür entschieden, unsere Leidenschaft und Kompetenz für Food mit Fooby direkt unter Beweis zu stellen und für die Kunden unmittelbar erlebbar zu machen – das Ganze verbunden mit ganz konkreten Mehrwerten für die Kunden. In der Branche bezeichnet man das wohl als Content Marketing.

Content Marketing ist kostspielig. Hat sich der nicht unerhebliche Aufwand gelohnt? Wie sind die ersten Erfahrungen?

Schwetje: Das Kundenfeedback ist überwältigend. Wir bekommen täglich Rückmeldungen unserer Kunden, sie seien wahre Fooby-Fans geworden. Insbesondere der inspirierende Charakter unserer Rezepte, die sehr kulinarische Bildsprache sowie unsere junge und frische Tonalität scheinen zu begeistern. Die Nutzungsintensität unserer digitalen Kanäle kann sich im Vergleich zu anderen Markenplattformen absolut sehen lassen und wir liegen schon jetzt weit über den ursprünglichen Erwartungen.  Zum Launch belegte die App z.B. über mehrere Tage den ersten Platz im Schweizer App-Store. Bis heute wurde sie bereits über 140.000 Mal heruntergeladen. Auf Facebook hat Fooby schon 45.000 Fans und auf Instagram über 10.000 Follower.

Vielen Dank für das Interview.

 

Fooby wurde vom Branchenverband Content Marketing Forum dreimal mit einem Gold- und ebenso oft mit einem Silber-Award ausgezeichnet. Mehr zu der Erfolgsgeschichte von Fooby stellt Dr. Thomas Schwetje auf dem EHI-Marketing Forum 2017 am 17./18.10. in Köln vor.


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