Ulrich Spaan

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05.02.2016

Der Zeit voraus

Alle Themen Informationstechnologie #EuroCIS #Mobile Payment #NFC #RFID

Ulrich Spaan, EHI / EuroCIS weiter auf Wachstumskurs

Ulrich Spaan, EHI / EuroCIS weiter auf Wachstumskurs

Die Digitalisierung im Handel sorgt für radikale Veränderungen in der internen und externen Kommunikation, der Organisationsstruktur und der Prozessteuerung. Dieser Transformationsprozess ist vielfach abhängig vom Einsatz innovativer Technologien. Sie können entscheidend zum Erfolg eines Handelsunternehmens beitragen, denn Innovation ist ein wichtiger Wachstumstreiber.

RFID und Mobile Payment: Langer Atem

Dabei gilt es jedoch genau zu überprüfen, ob sich eine Innovation tatsächlich für die jeweilige Zielgruppe eignet und ob diese technisch wirklich ausgereift ist. So manche Technologie ist ihrer Zeit voraus und hat dann in einem ganz anderen Segment als ursprünglich vorausgesagt Erfolg. Nehmen wir das Beispiel RFID. Bereits Anfang des vergangenen Jahrzehnts als Revolution der Konsumgüterbranche gefeiert, folgte eine lange Phase der Ernüchterung, bevor sich die Technologie schließlich in der Modebranche zu etablieren begann. Ähnliches gilt für Mobile Payment: Lange bevor überhaupt NFC-fähige Mobiltelefone auf dem Markt waren, wurde das Thema auf unzähligen Kongressen und flächendeckend in den Medien diskutiert. Nicht selten wurde als Konsequenz schon das Ende der Bargeld- und Kartenzahlung vorausgesagt. Erst heute, nicht zuletzt durch die Einführung von ApplePay & Co., kann man davon sprechen, dass der Markt bereit ist für mobile Bezahlsysteme. Allerdings wird immer deutlicher, dass auch der Verbraucher bereit sein muss. Er wird nicht automatisch mit seinem Smartphone bezahlen, nur weil dies theoretisch möglich ist. Das Bezahlen an der Kasse ist ein gewohnter und eingespielter Vorgang, der mit Bargeld und Karte bestens funktioniert. Nur wenn der Kunde entscheidende Vorteile hat, z.B. bei der Geschwindigkeit oder durch den Zusatznutzen von digitalen Kassenbons, wird er Mobile Payment auch in der Breite nutzen.

Bodyscanner: Auf Umwegen

Es gibt auch Beispiele von Innovationen, die auf den Markt gelangen, lange schlummern und plötzlich in einem anderen Bereich wieder auftauchen. Wir haben bereits 1999 auf der EuroShop in einer Sonderschau einen Bodyscanner präsentiert. Er war für den Einsatz in Textilgeschäften geplant. Das Gerät erwies sich aber für den Handel als zu teuer und voluminös, der Scanvorgang als zu langwierig. Der Bodyscanner gelangte nie wirklich in den Handel, die Technologie fand aber in anderen Branchen Anwendung, z.B. beim Militär. Auf der vergangenen NRF-Show in New York war aber nun ein neuartiger Bodyscanner zu sehen. Einfach zu installieren, deutlich preisgünstiger und mit einer veränderten, nämlich lichtgesteuerten Technologie zu sehen. Der Scanvorgang dauert nun nur wenige Sekunden. Der Markterfolg im Handel wird dadurch sehr viel wahrscheinlicher.

EuroCIS: Auf Wachstumskurs

Neue Technologien gelangen in immer kürzeren Abständen auf den Markt und die Grenzen zwischen den Verkaufskanälen verschwimmen zunehmend. Die Entscheidung für den richtigen Technologiepartner, die Wahl der richtigen Lösung und eine durchdachte Strategie bei der Implementierung von Innovationen ist heute wichtiger denn je. Die EuroCIS mit ihrer Vielfalt an Ausstellern und ihrem breiten Rahmenprogramm bietet dafür die ideale Plattform. 2016 kann sie zum zweiten Mal hintereinander ein zweistelliges Wachstum bei Ausstellerzahl und Fläche verbuchen und unterstreicht mit nunmehr 400 teilnehmenden Firmen auf ca. 11.000 qm ihre Führungsposition auf dem europäischen Messemarkt. Für den Handel als Besucher bedeutet dies eine noch größere Vielfalt an präsentierten Lösungen und Innovationen – die in der heutigen Zeit auch dringend benötigt wird.

 

Köln, im Januar 2016
Ulrich Spaan, EHI


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