Ute Holtmann

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31.10.2018

E-Mail für Dich

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Auch wenn die neue DSGVO es Unternehmen mitunter schwer macht, ihre Kunden zu adressieren, E-Mail-Marketing ist nach wie vor ein beliebtes Kommunikationstool. Fast alle Onlinehändler schreiben Mails oder verschicken Newsletter. Für unsere Studie E-Commerce-Markt Deutschland 2018 hat das Unternehmen Publicare Marketing Communications das E-Mail-Marketing der 1.000 größten Onlineshops untersucht.

Dazu haben sie bei diesen Shops für einen Analysezeitraum von mindestens drei Monaten Newsletter abonniert – vorausgesetzt, eine Anmeldung war auch ohne Kauf möglich. Um die E-Mail-Systeme zu erkennen, haben sie die versendeten Newsletter nach Merkmalen durchsucht, die den Versender eindeutig identifizieren. Im Einzelnen wurde untersucht, welche Onlineshops Marketing-E-Mails im Untersuchungszeitraum versendet haben, welche Plattformen genutzt wurden und wie E-Mail-Abos beworben wurden.

Die Erkenntnisse kurz zusammengefasst:

  1. E-Mail-Marketing ist noch lange nicht tot
    Fast 95 % aller untersuchten Onlineshops bieten ein E-Mail-Abonnement an. Damit gehört E-Mail-Marketing nach wie vor zu den absoluten Standard-Kommunikationsmaßnahmen für Online-Shops.
  1. Jeder Vierte versendet (fast) nichts
    E-Mail-Marketing braucht E-Mails – aber manch ein Shop mag es damit nicht übertreiben: Zwar konnte man sich bei 95 % der Shops für einen Newsletter anmelden, und von 936 Shops erhielten die Befrager auch E-Mails. Allerdings haben sie von ca. 25 % der Shops mit E-Mail-Abonnement im Untersuchungszeitraum von 3 Monaten lediglich 1 bis 2 E-Mails bekommen. Die Double-Opt-In-Mail und die Anmeldebestätigung sind dabei schon einberechnet.
  1. ESPs dominieren den Markt
    Die große Mehrheit (82 %) der untersuchten Online-Shops versenden ihre E-Mails über eine E-Mail-Marketing-Plattform (E-Mail-Service-Provider, ESP), also Angebote, die dezidiert für die Anforderungen des E-Mail-Marketing geschaffen wurden und die gängigen Funktionen für die Produktion, Versendung und das Tracking werblicher Massen-E-Mails sowie das Listen-, Opt-In- und Opt-Out-Management bereitstellen. Dazu gehören auch Omni-Channel-Marketing-Suites, die nicht nur den E-Mail-Kanal bedienen, sondern auch die Aussteuerung von Kampagnen etwa per Web, Banner, Social Media, Messenger, SMS und Print ermöglichen.
    3 % der analysierten Shops nutzen einen „Sending Service“, also eine Lösung, die durch Schnittstellen (APIs) direkt an das Shopsystem (oder auch andere Inhouse-Systeme) angebunden werden können. Das Inhouse-System ist in diesen Fällen meist für Zielgruppenselektion, Automation und mitunter für das Templating zuständig, während der Sending Service für den Versand, die Zustellbarkeit und das Tracking sorgt. Diese Setups sind meist eher positiv für die Entwickler und weniger für den Marketer. Nur ein kleiner Teil der Shops verwendet zum E-Mail-Versand eigene Lösungen oder die Versandlösung ihres Shops (7,4 %). Bei 7 % konnten wir kein Versandsystem erkennen. Diese Shops stellen sich der Herausforderung, Themen wie Mail-Server Konfiguration, Versand-Steuerung und Zustellbarkeit der E-Mails selbst zu verwalten oder sich dabei auf die Expertise ihres Shop-Providers zu verlassen.
  1. Große Vielfalt bei den benutzten Systemen
    Der Markt für E-Mail-Plattformen ist nach wie vor zersplittert, das Angebot unübersichtlich: 63 verschiedene E-Mail-Service Provider (ESP) konnten bei den analysierten Onlineshops identifiziert werden. 89 % dieser Shops nutzen eine der 20 meistverbreiteten Plattformen gemäß dieser Studie; bei drei Viertel aller Firmen (74,5 %) ist eine der 10 gängigsten Lösungen im Einsatz. Damit hat der Markt für E-Mail-Plattformen aus wirtschaftstheoretischer Sicht knapp die Schwelle von „niedriger“ zu „mittlerer“ Konzentration überschritten. Spannend wird sein zu sehen, inwiefern sich dieser Trend fortsetzt.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind in die Studie E-Commerce-Markt Deutschland 2018 eingegangen. Publicare Marketing Communications stellt das Ranking der E-Mail-Marketing-Tools kostenlos zur Verfügung.

 


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