Dorothee Frigge

Projektleiterin Forschungsbereich Online- und Mobile-PaymentTel:+49 221 57993-996
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12.10.2016

Kleinbeträge bargeldlos kassieren

Alle Themen E-Commerce Zahlungssysteme #Bargeld #Mobile in Retail #Mobile Payment

Während wir in Deutschland noch regelmäßig nach unserem Kleingeld kramen, gehört es beispielsweise in England oder Schweden längst zum Alltag, dass der Kaffee oder das Belegte Brötchen nur durch eine kurze Terminal-Berührung (Tap) von Karte oder Smartphones gezahlt werden. Durch die EU-weite Deckelung der Kartengebühren, die zunehmend Verbreitung kontaktloser Kartenterminals sowie die künftig möglichen SEPA Instant Payments (Zahlungen in Echtzeit) gewinnt Mobile Payment jedoch auch in Deutschland zunehmend an Dynamik. Aktuellen Ergebnissen der Studie „Mobile in Retail 2016“ zufolge, die das EHI bereits im fünften Jahr im Auftrag von GS1 Germany durchgeführt hat, hat das Bezahlen mit dem Smartphone für Händler inzwischen eine große strategische Bedeutung. Und auch auf Seiten der Banken wird erwartet, dass Kunden ihre Karten bis 2018 immer häufiger in digitaler Form verwenden werden.

Großes Potential für kontaktloses und mobiles Bezahlen sehen die Studienteilnehmer insbesondere bei kleinen Bongrößen. Die Möglichkeiten, die Kosten der Bargeld Ver- und Entsorgung zu reduzieren und Zahlungsvorgänge zu beschleunigen sehen sie dabei als primäre Vorteile der bargeldlosen Zahlung von Kleinbeträgen. Wer nun erwartet, dass an Handelskassen langfristig nur noch bargeldlos bezahlt werden kann, liegt jedoch falsch. Der Diskussion um die Abschaffung von Bargeld stehen die Untersuchungsteilnehmer kritisch gegenüber. 94 Prozent der Händler lehnen diese ab.

Sollte Bargeld abgeschafft werden? (aus der Studie "Mobile in Retail 2016" - Bildnachweis: GS1 Germany)

Sollte Bargeld abgeschafft werden? (aus der Studie „Mobile in Retail 2016“ – Bildnachweis: GS1 Germany)

Mit der Studie „Mobile in Retail 2016“ ermittelte das EHI den Status quo von Mobile Commerce in Deutschland. Dabei wurden neben dem Themenkomplex Payment auch wieder die mobilen Anwendungsgebiete Media/Advertising und Couponing & Beacons berücksichtigt. Stellung bezogen insgesamt 127 Experte aus den Bereichen Händler, Hersteller, Mobilfunknetzbetreiber, Zahlungsnetzbetreiber, Wallet-Anbieter, Banken und Kreditkartenorganisationen.

Die 17 Kernaussagen der Studie „Mobile in Retail 2016“ sind übersichtlich auf einem Poster zusammengefasst, das als kostenfreier Download zur Verfügung steht.

Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung im EHI, diskutiert die Studienergebnisse mit Günter Heppes, Leiter Informationssysteme, Bartels-Langness, Matthias Hönisch, Head of Card Business Unit, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Andreas Jahn, Geschäftsführer, CCV Deutschland und Frank Büch, Abteilungsleiter Marketing, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) – AöR am 26. Oktober auf der Mobile in Retail Conference 2016 in Berlin.


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