Ute Holtmann

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22.11.2017

Köttbullar und Billy-Regal

Alle Themen Handelsgastronomie Ladenplanung + Einrichtung Marketing

Drei Fragen an Stavroula Ekoutsidou, Country Manager Ikea Food Germany /

Ikea Deutschland schloss das Geschäftsjahr 2015/2016 mit einem Umsatz von 4,754 Milliarden Euro ab, dies entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Restaurants steuerten 221,1 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei (+8,3 Prozent).

Stavroula Ekoutsidou, Country Manager Ikea Food Germany bei Ikea Deutschland (Foto: Ikea)

Stavroula Ekoutsidou, Country Manager Ikea Food Germany bei Ikea Deutschland (Foto: Ikea)

Frau Ekoutsidou, die Ikea-Gastronomie führt 2016 das Ranking der umsatzstärksten Unternehmen der Handelsgastronomie an und gehört zu den Top 10 der Systemgastronomie in Deutschland. Was sind die Faktoren, die die Gastronomie bei Ikea so erfolgreich machen?

Ekoutsidou: Das sind sicher mehrere Gründe: Zum einen ist es das Zusammenspiel mit den Einrichtungshäusern: Wir tragen mit den Ikea Restaurants und Bistros dazu bei, einen Besuch bei Ikea noch angenehmer zu gestalten. Zum anderen können die Besucher bei uns Schweden auch kulinarisch erleben, denn wir servieren typisch schwedische Gerichte wie Lachs, Fleischbällchen und Zimtschnecken. Dieses  Speisenangebot ist auf jeden Fall eines unserer Alleinstellungsmerkmale. Nicht zuletzt ist es sicher auch das gute Preis-Leistungsverhältnis, das unsere Gäste schätzen.

Im Wettstreit um Kunden und Frequenz entdecken immer mehr Händler das Thema Gastronomie für sich.  Welche Trends sehen Sie für die Handelsgastronomie?

Ekoutsidou: Im Großen und Ganzen beeinflussen die gängigen Trends wie „Urbanisierung“ und „Gesundheit“ auch die Handelsgastronomie in ihrer strategischen Planung. Es muss zwar immer noch schnell gehen, aber jetzt bitte weg von „Fast Food“ hin zu „Fast Good“!  Individuelle Konsumentenbedürfnisse und das steigende Bewusstsein für Lebensmittelqualität verlangen neue Produktionsprozesse, die diesem Anspruch gerecht werden können. Konsumenten wünschen sich weniger verarbeitete Lebensmittel (z.B. “unbehandelt“, „frei von künstlichen Zusatzstoffen“) und das ist ein Trend der auf keinen Fall ignoriert werden kann. Außerdem ernährt sich mittlerweile ein Zehntel unserer Gesellschaft vegetarisch, auch hier muss das Sortiment entsprechend angepasst werden.

Wie hat sich aus Ihrer Sicht die Einstellung bzw. das Verhalten der Verbraucher zum „Essen“ geändert und wie reagiert Ikea darauf?

Ekoutsidou: Insgesamt steigt das Interesse der Verbraucher an Lebensmitteln und gesunder Ernährung. Immer mehr Menschen hinterfragen, wie sehr man Lebensmitteln vertrauen kann, ob sie verantwortungsbewusst produziert wurden und ob sie zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Ikea Food reagiert darauf und bietet verstärkt Lebensmittel an, die auf besonders verantwortliche Weise produziert wurden. Heute sind z.B. der gesamte Fisch und alle Meeresfrüchte, die wir anbieten, ASC-/MSC-zertifiziert, unser Kaffee trägt das UTZ- und das Bio-Siegel. Außerdem servieren wir verstärkt auch vegetarische Alternativen – Stichwort GRÖNSAKSBULLAR – und saisonale Gerichte. Das kommt bei unseren Kunden sehr gut an.

Mehr Informationen zum Thema Handelsgastronomie finden Sie auf unserer Website: www.handelsgastronomie.de


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