Ute Holtmann

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25.10.2018

Papiertüten als Tapete

Alle Themen Ladenplanung + Einrichtung #EHI-Ladenplanung-Einrichtung #EuroShop RetailDesign Award #Retail Design Konferenz #Storedesign

 

„The store is our biggest product, I think it has to serve a bigger purpose than just selling, because anybody can do that faster, cheaper“, erklärt Angela Ahrendt von Apple. Der Handel muss heute vieles bieten, das mit dem eigentlichen Einkaufen nur noch wenig zu tun hat. Es gibt zahlreiche Trends für stationäre Geschäfte – allen gemein ist, dem Anspruch der Kunden nach Entertainment gerecht zu werden. Besonders in den Zeiten des Online-Shoppings gibt es die Sehnsucht nach realem Erleben und Inspiration.

Die Mischung macht’s

Beim Lifestyle-Retailer Urban Outfitter gelingt dies mit einem Mix aus Retail, Gastronomie und wechselnden Pop-up-Flächen, die ähnlich einer Galerie immer wieder neue Themen inszenieren und auch unbekannten Marken eine Plattform bieten. Der Ladenbau folgt keinem einheitlichen Muster. Als Mix unterschiedlicher Stile und Materialien ist das Store Design perfekt auf die jeweiligen Sortimente aus Fashion, Homeware und Accessoires abgestimmt sind. Im Flagship am New Yorker Herald Square kommen noch ein Café, Friseur, Optiker sowie ein Plattenladen dazu. Alles, um den Kunden ein perfektes Einkaufserlebnis zu bieten. Eine lange Verweildauer ist durchaus gewünscht, ebenso wie das Posting von Store-Fotos in den sozialen Medien.

Bei Nike in Soho ist es vor allem der Eingangsbereich, der immer wieder neu bespielt wird – z.B. mit der Präsentation des neuesten Laufschuhs. Wer den Schuh direkt auf dem Laufband testen möchte, läuft durch eine stilisierte Landschaft. Denn auch digitale Features spielen in den neuen Stores eine wichtige Rolle – sofern sie zur Unterhaltung und Information der Kunden beitragen oder den Einkauf erleichtern.

Im 5th Avenue-Flagship von Victoria’s Secret zeigen riesige Videowände über alle drei Etagen der Haupttreppe die neuesten Modeschauen und locken den Betrachter in den Laden.

Produkt, Erlebnis, Community – darauf richten vor allem die Sportmarken ihre aktuellen Konzepte aus. Über spezielle Apps erhalten die Mitglieder der Community Trainingsangebote und Ernährungsberatung. Nike bietet auf der obersten Ebene des Stores in Soho einen Basketball-Court, bei dem Interessierte vorab per E-Mail einen Time-Slot zum Spielen vereinbaren können.

Handel wird persönlich

Und immer wichtiger: das Angebot zur Personalisierung von Produkten. Im Adidas-Brand-Flagship-Store an der 5th Avenue in New York – nach dem derzeit weltweit umgesetzten „Stadium“-Konzept gestaltet – geschieht dies über die individuelle Gestaltung der Materialien und Farben von Oberflächen, Sohle und Schnürsenkeln am PC. Doch finden Sneaker-Fans auch alle Materialien im Store, für das reale optische und haptische Erlebnis.


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