Sven Althaus

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18.03.2021

Ausgezeichnete Leistungen für Fortschritt im Handel

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GS1 und EHI Stiftung verleihen Wissenschaftspreis 2021 //

Innovative Startups und herausragende wissenschaftliche Pionierarbeit mit hoher Relevanz für Handel und Konsumgüterindustrie sichern sich den Wissenschaftspreis 2021. Der Preisträger in der Kategorie „Bestes Startup“ wurde während der digitalen Preisverleihung live per Zuschauervoting ermittelt.

Der diesjährige Wissenschaftspreis wurde mit freundlicher Unterstützung von eye square, Ferrero, KPMG und RELEX Solutions verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehren GS1 Germany und die EHI Stiftung Lehrstühle, Nachwuchswissenschaftler:innen sowie hochschulnahe Startups für ihre herausragende Pionierarbeit mit hoher Relevanz für Handel und Konsumgüterindustrie. Für den mit insgesamt 85.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis gab es in den vier Kategorien Startup, Lehrstuhlprojekt, Dissertation und Masterarbeit insgesamt 70 Nominierungen. Im Fokus der Einreichungen standen hochaktuelle Themen wie Nachhaltigkeit, E-Commerce, Logistik, Local Commerce, Künstliche Intelligenz und Online-Marketing.

Startup: Spannend bis zum Schluss

Die Preisträger:innen in der Kategorie Startup wurden erst während des Events ausgewählt. Die drei vom hochkarätig besetzten Beirat ausgewählten Gründungen aus der Hochschule präsentierten dem Publikum ihre innovativen Ideen. Unterstützung hatten sie von Fürsprecher:innen aus Handel und Konsumgüterindustrie: Für „Seawater Cubes“ hielt Torsten Toeller (Fressnapf) ein Plädoyer: „Seefisch fernab der Küste zu züchten ist nachhaltig, setzt auf maximales Tierwohl und die Produktion ist für Verbraucher:innen transparent. Die Zucht in Seecontainern ist skalierbar und kann perfekt auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten werden“. Warum das Startup „Baoo“ einen Platz auf dem Siegertreppchen verdient hat, erklärte Tina Müller (Douglas): „die praktische Online-Suche mit der App in regionalen Geschäften ist nachhaltig, effizient und schnell. Wer möchte schon Google bemühen, wenn ich meine Produkte direkt in der Nachbarschaft vorfinde.“ Christoph Werner (dm-drogerie markt) würdigte den letzten Finalisten: „Die Idee von Zero-Emission Logistik auf der letzten Meile, „Ducktrain“, entlastet die Innenstädte und spart Ressourcen.“ Nach einem spannenden Voting entschied sich das Publikum für Baoo als Bestes Startup.

Bestes Lehrstuhlprojekt: Virtueller 3D-Supermarkt

Die an der Universität Bremen von Prof. Dr. Michael Beetz entwickelte KI-basierte Lösung „Semantische digitale Zwillinge“ ermöglicht es, ein virtuelles 3D-Modell eines Supermarktes zu erstellen. Es bildet alle Warenträger einschließlich der dort platzierten Produkte ab. Dabei wird jede Veränderung, zum Beispiel Produktentnahmen am Regal oder Nachbestückungen, in Echtzeit erfasst und dargestellt. Die Produktansichten sind verknüpft mit allen im Warenwirtschaftssystem verfügbaren Daten wie etwa Preis, MHD und Menge sowie warenkundlichen Informationen. Die Lösung basiert auf einer intelligenten Verbindung und Nutzung vorhandener Informationssysteme sowie Verfahren künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens. Semantische digitale Zwillinge erleichtern unter anderem Filialleiter:innen die Sortimentsoptimierung, geben der Kundschaft die Möglichkeit der Online-Bestandsabfrage und zeigen ihnen den Standort an. Zudem erlauben sie einfache Abverkaufs-Analysen unterschiedlicher Produktplatzierungen.

Beste Dissertation: Erfolgreiches Doppel

Erstmals wählte die Jury in dieser Kategorie zwei Preisträger aus. Dr. Christoph Brenner von der Goethe-Universität Frankfurt beschäftigte sich in seiner Dissertation mit dem Thema Performance Marketing. Er fand unter anderem heraus, welche Keywords erheblichen Einfluss auf den Erfolg von Online-Marketing-Kampagnen haben und wie Händler für ihr Search-Engine-Advertising relevante Keywords selber generieren können, um zusätzlichen Umsatz zu erwirtschaften. Dr. Felix Weidinger von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist in seiner Doktorarbeit der Fragestellung nachgegangen, wie es Handelsunternehmen gelingen kann, ihre logistischen Prozesse so zu optimieren, dass sie dem Wunsch von Online-Shoppern nach schnellstmöglichen und günstigen Bestellabwicklungen gerecht werden. Die in der Arbeit entwickelten Algorithmen können in der Praxis eingesetzt werden, um Lagerhaltungssysteme im Online-Handel besser auszusteuern.

Beste Masterarbeit: Last-Mile-Services als USP

Im Onlinehandel können Konsumenten und Konsumentinnen zwischen einer Vielzahl an Anbietern entscheiden. Welche Rolle spielen bei der Kaufentscheidung die Last-Mile-Services? Können sich Onlineshops über die angebotenen Logistikdienstleistungen profilieren? Fabian Alber kommt in seiner Masterarbeit an der ETH Zürich zu dem Ergebnis, dass die Attribute Versandkosten, Lieferort und Liefergeschwindigkeit den größten Einfluss auf Kaufentscheidungen haben. Und dass die Präferenzen der Online-Shopper bezüglich der Lieferoptionen sehr heterogen sind. Mit Hilfe der von Alber entwickelten Szenario-Analyse können Onlineshops ihre Logistikdienstleistungen wie auch Lieferoptionen überprüfen und analysieren, wie sich Veränderungen an diesem Portfolio auf die Conversion Rate und die eigene wirtschaftliche Situation auswirken.


 

Pressekontakt:

Ute Holtmann, EHI Retail Institute, Leiterin Public Relations
Tel.: 02 21/5 79 93-42, holtmann@ehi.org

Michaela Freynhagen, GS1 Germany, Manager Corporate Communications
Tel: 0221 94714 534, michaela.freynhagen@gs1.de

Herausgeber:

EHI Stiftung, Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi-stiftung.org
Tel: +49 (0)2 21/5 79 93-0, Fax: -45

GS1 Germany GmbH, Maarweg 133, 50933 Köln, www.gs1.de
Tel: +49 (0) 2 21/9 47 14-0, Fax: +49 (0) 2 21/9 47 14-9 90

 

Über die EHI Stiftung

Die EHI Stiftung fördert den Austausch zwischen der Wissenschaft und dem Handel, motiviert Hochschulen, über Handelsthemen zu forschen und trägt dazu dabei, den Handel als attraktiven Arbeitgeber bekannter zu machen. Sie wurde 2013 vom EHI Retail Institute e.V. gegründet. Vorstandsmitglieder der EHI Stiftung sind Kurt Jox, Graciela Bruch, Michael Gerling und Marlene Lohmann. Wichtigstes Projekt der Stiftung ist der Wissenschaftspreis, der jährlich gemeinsam mit GS1 Germany vergeben wird.

Über GS1 Germany

Es begann mit einem einfachen Beep. 1974 wurde in einem Supermarkt zum ersten Mal ein Barcode gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens – und der Anfang der Erfolgsgeschichte von GS1. Der maschinenlesbare GS1 Barcode mit der enthaltenen GTIN ist mittlerweile der universelle Standard im globalen Warenaustausch und wird sechs Milliarden Mal täglich auf Produkten gescannt. Die Standards von GS1 sind die globale Sprache für effiziente und sichere Geschäftsprozesse, die über Unternehmensgrenzen und Kontinente hinweg Gültigkeit hat. Als Teil eines weltweiten Netzwerks entwickeln wir mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam marktgerechte und zukunftsorientierte Lösungen, die auf ihren Unternehmenserfolg unmittelbar einzahlen. Zwei Millionen Unternehmen aus über 20 Branchen weltweit nutzen heute diese Sprache, um Produkte, Standorte und Assets eindeutig zu identifizieren, um relevante Daten zu erfassen und um diese mit Geschäftspartnern in den Wertschöpfungsnetzwerken zu teilen. GS1 – The Global Language of Business.

 


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