Ulrike Witt

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19.09.2016

Digitalisierung ist Chefsache

Alle Themen Marketing Public Relations #Digitale Transformation #Digitalisierung #Unternehmenskommunikation

Socia-Enterprise (aus dem EHI-Whitepaper „Digitale Transformation in der Unternehmenskommunikation des Handels“)

Social-Enterprise (aus dem EHI-Whitepaper „Digitale Transformation in der Unternehmenskommunikation des Handels“)

EHI-Whitepaper: Digitale Transformation in der Unternehmenskommunikation /

In einer digitalen Welt muss die Unternehmenskommunikation ihre Strategien anpassen. Statt starre Kommunikationsabläufe gilt es flexible und hierarchieübergreifende Strukturen zu entwickeln. Das geht nicht von heute auf morgen, aber der Handel sieht sich in diesem Transformationsprozess schon ganz gut vorangekommen, auch wenn noch Luft nach oben ist. Das Thema Digitalisierung scheint hoch aufgehängt zu sein, denn die Geschäftsführer bieten ihren PR-Abteilungen bei der Umsetzung gute Unterstützung.

Halbe Strecke ist gemacht

Auf einer Skala von 1 bis 10 sehen PR-Verantwortliche von Handel- und Herstellerunternehmen die Umsetzung der Digitalisierung mit einer glatten 5 schon auf halbem Weg. Die Geschäftsführer geben hier sogar noch etwas bessere Noten, im Schnitt 6,18. Diese meinen auch, die PR-Abteilungen bei der Umsetzung digitaler Strategien eher gut zu unterstützen und beurteilen ihr Engagement mit durchschnittlich 6,63. Das scheint eine realistische Einschätzung zu sein, die die PR-Verantwortlichen selbst mit 6,51 Punkten annähernd bestätigen.

Vertrauen ist die Basis

Social Enterprise-Lösungen* sollen mit Hilfe von Features, die man aus Facebook und Co. kennt, die Kommunikation mit und unter den Mitarbeitern verbessern. Die Kommunikationsexperten gehen davon aus, dass insgesamt mehr kommuniziert wird (7,7) und der Stil dabei informeller wird (7,55). Sie erwarten auch einen leichteren Wissenstransfer (6,92). Die Befürchtung, dass weniger persönliche Kontakte stattfinden, haben sie eher weniger (4,04).

Insgesamt beurteilen sowohl Geschäftsführer als auch PR-Profis den Einsatz von sozialen Medien in der internen Kommunikation eher positiv. Der offene Informationsaustausch helfe dabei, Unternehmensziele besser zu erreichen (GF 6,84/PR 6,12) und verringere das Silodenken einzelner Abteilungen (GF 6,59/PR 6,41). Außerdem würden hierarchische Kommunikationsstrukturen tendenziell an Bedeutung verlieren (GF 5,91/PR 5,29). Befürchtungen, dass diese Form der Kommunikation von der eigentlichen Arbeit ablenken könnte, scheinen eher gering zu sein (GF 4,67/PR 3,96).

Die wichtigste Voraussetzung, um digitale Strategien umzusetzen, ist neben Know-how (8,4) Vertrauen (PR 7,88), so die Kommunikationsprofis. Erst danach folgen auf der Prioritätenliste Ressourcen wie Technologie, Zeit, Personal und finanzielle Mittel. Die Vertrauenskultur finden Geschäftsführer (6,95) und PR (6,45) in ihren Unternehmen gut ausgeprägt, wenngleich auch hier noch Verbesserungspotenzial besteht.

Datenbasis

Das Whitepaper ‚Digitale Transformation in der Unternehmenskommunikation des Handels‘ basiert auf drei Erhebungen, die im Februar und Juli 2016 erfolgten. An der Erhebung I haben sich die PR-Vertreter aus 97 Handelsunternehmen beteiligt, die meisten davon aus Deutschland, einige aus der Schweiz. Die teilnehmenden deutschen Handelsunternehmen erwirtschaften zusammen einen Nettoumsatz von rund 145 Mrd. Euro – das entspricht einem guten Drittel des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel. Für die Erhebung II wurden Kommunikationsverantwortliche von deutschsprachigen Handelsunternehmen und von Konsumgüterherstellern befragt. An der Untersuchung haben sich insgesamt 101 PR-Vertreter beteiligt, das Common Sample liegt bei rund 50 Prozent. Zu daraus ausgewählten Aspekten wurden in der Erhebung III die Geschäftsführer von deutschsprachigen Handelsunternehmen und Konsumgüterherstellern befragt. An der Untersuchung haben sich insgesamt 265 Geschäftsführer beteiligt.

* Nutzung von sozialen Medien in der internen Kommunikation

Grafiken als Download

Das Whitepaper „Digitale Transformation in der Unternehmenskommunikation des Handels“ gibt es als kostenloses Download.

 


Kontakt
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-42, holtmann@ehi.org
Ulrike Witt, Projektleiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-999 witt@ehi.org

Herausgeber:
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org, 0221-57993-0

Über das EHI
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 60 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 750 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Götz W. Werner, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany, ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorstellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.


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