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10.11.2014

Energiekosten: kurze Entspannung – weiterer Anstieg erwartet

Alle Themen Energiemanagement Ladenplanung + Einrichtung #Energiekosten #Energiemanagement #Kältetechnik #LED

EPTA Deutschland

Quelle: EPTA Deutschland GmbH

Die Energiekosten im Einzelhandel sind in 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent gesunken. Das geht aus der neuen EHI-Studie Energiemanagement im Einzelhandel 2014 hervor. Als Hauptgrund für diese Entwicklung werden von den befragten Händlern präventive Maßnahmen wie der Einsatz von effizienterer Kältetechnik, verglasten Kühltheken oder auch die energiesparsame Beleuchtung LED angegeben.

Die Energiekosten pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Food-Handel belaufen sich in 2014 auf knapp 59 Euro, während sie im Vorjahr noch bei knapp 63 Euro lagen. Im Nonfood-Handel liegen sie pro Quadratmeter Verkaufsfläche bei knapp 34 Euro im Vergleich zu 36 Euro in 2013.

Trotz der Kostensenkung im vergangenen Jahr um 6,4 Prozent ist bei den Ausgaben für Energie im Vergleich zu den Jahren 2010 bis 2012 insgesamt ein ansteigender Kostenverlauf zu erkennen. Zudem rechnet der überwiegende Teil der Händler in den kommenden 3 Jahren mit einem weiteren Anstieg der Energiepreise. Die Bereitschaft, in energieeffiziente Anlagen zu investieren, ist daher weiterhin sehr hoch.

Kostensenker: LED und Verglasung

56 Prozent der befragten Händler gaben an, dass ihre spezifischen Energiekosten in 2014 im Vergleich zum Vorjahr trotz insgesamt gestiegener Energiepreise gleich geblieben oder sogar gesunken sind. Als Gründe für diese Entwicklung sehen sie vor allem die präventiven Maßnahmen in der Beleuchtung, insbesondere die Umstellung auf LED-Technik.

Auch die Verglasung von Kühlmöbeln sowie der Einsatz energieeffizienterer Kältetechnik, Projekte im Bereich der Lüftung mit Wärmerückgewinnung, der Einsatz von CO2-Kälteanlagen und der weitere Ausbau von Energiemanagementsystemen wurden als Gründe für eine Senkung des Energieverbrauchs und somit der Energiekosten genannt.

Mit 44 Prozent gab weniger als die Hälfte der befragten Händler an, dass ihre Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Für den Anstieg werden insbesondere die hohen staatlichen Abgaben, allen voran die EEG- Umlage, verantwortlich gemacht.

Hohe Investitionsbereitschaft: effiziente Beleuchtung und Kühlung
Sowohl im Food- als auch im Nonfood-Handel gibt es eine sehr hohe Investitionsbereitschaft in Energieeffizienzmaßnahmen. Bei der Beleuchtung besteht mit mehr als 90 Prozent der Befragten über beide Branchen hinweg die höchste Investitionsbereitschaft. Vor allem im Lebensmittelhandel setzt sich die LED inzwischen auch bei der Grundbeleuchtung durch. Die meisten Unternehmen aus dem textilen Fachhandel nutzen dagegen LED weiterhin vorrangig für die Akzentbeleuchtung und setzen in der Flächenausleuchtung eher auf konventionelle Beleuchtungstechnologien.

Der Bereich Kältetechnik stellt mit 45 Prozent den größten Energieverbraucher dar. Im Lebensmitteleinzelhandel planen daher knapp 88 Prozent in Tiefkühlung und 75 Prozent in Normalkühlung zu investieren. Der Anteil von energiesparenden Glasabdeckungen bei Tiefkühlmöbeln liegt bei 98 Prozent, bei der Normalkühlung sind es nur 45 Prozent.
Über 56 Prozent der Nonfood-Händler stufen Investitionen in Klimatisierung und Lüftung als besonders relevant ein.

F-Gase-Verordnung

Ein für die Zukunft äußerst wichtiges Thema vor dem Hintergrund der neuen F-Gase-Verordnung, die eine stufenweise Reduzierung von Kältemitteln mit erhöhtem Treibhauspotenzial bis 2030 vorschreibt, ist der Einsatz von natürlichen Kältemitteln. Diese haben im Vergleich zu den zurzeit noch überwiegend eingesetzten HFKW-Kältemitteln ein besonders geringes Treibhauspotenzial. In diesem Zusammenhang gaben 90 Prozent der Food-Händler an, natürliche Kältemittel zukünftig bevorzugt einzusetzen. Eine besondere Relevanz wird dabei der CO2-Technik zugeschrieben. Alle befragten Food-Händler sind sich einig, dass sich die CO2-Technik langfristig gegenüber anderen Kältemitteln durchsetzen wird.

An der Studie Energiemanagement im Einzelhandel 2014 haben sich 29 marktführende Handelsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Da es sich hierbei schwerpunktmäßig um große Filialisten handelt, sind mit der Befragung 14.305 Handelsfilialen bzw. etwa 22 Mio. Quadratmeter Verkaufsfläche erfasst.  Dem Nonfood-Bereich sind dabei 55 Prozent der Befragten, dem Food-Bereich 45 Prozent zuzurechnen.

 

Hinweis für Journalisten: Foto im kostenlosen Download, Quelle: EPTA Deutschland GmbH

Die Studie kann bestellt werden in unserem EHI-Shop.

 


Kontakt:
Benjamin Chini, Projektleiterin Energiemanagement, Tel: -24, chini@ehi.org
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel: -42, holtmann@ehi.org

Über das EHI:
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs-, Bildungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 60 Mitarbeitern. Das internationale EHI-Netzwerk umfasst rund 700 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie. Gegründet wurde das Unternehmen 1951. Geschäftsführer ist  Michael Gerling. Die GS1 Germany, eine jeweils 50-prozentige Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes, koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel und die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorstellt werden.

Herausgeber:
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