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24.04.2017

Handel expandiert vor allem in Großstädte

Alle Themen Immobilien + Expansion #Expansionstrends #Passantenfrequenz

Die meisten Händler wollen ihr Filialnetz bis Ende 2017 weiter ausbauen. Die Expansionsbereitschaft im Einzelhandel ist also ungebrochen, auch wenn im Vergleich zu den letzten beiden Halbjahren ein leichter Rückgang erkennbar ist. Dies zeigen die Ergebnisse des aktuellen Whitepapers „Expansionstrends im Frühjahr 2017“, das das EHI in Kooperation mit der Hahn-Gruppe erstellt hat. „Neben der Konkurrenz durch neue internationale Konzepte und den wachsenden Onlinehandel sorgt der starke Wettbewerbsdruck in häufig sehr feinmaschigen Standortnetzen aktuell für diese eher zurückhaltende Expansion im Handel“, erklärt Lena Knopf, Projektleiterin Forschungsbereich Handelsimmobilien.

Expansion in Großstädte

Die Händler, die ihr Filialnetz ausbauen möchten, sehen vor allem in Innenstädten größerer Städte Potenzial. So möchte die überwiegende Mehrheit (83 Prozent) dorthin expandieren. Gefragt sind dabei vor allem Innenstädte in großen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern (67 Prozent) und mittleren Großstädten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern (58 Prozent). Ebenfalls sehr gefragt sind bei 65 Prozent der Händler Flächen in Shopping-Centern. Auch hier bevorzugt jeweils die Hälfte (50 Prozent) große und mittlere Großstädte (56 Prozent). Weniger beliebt ist der Standort Shopping-Center allerdings bei Lebensmitteleinzelhändlern (18 Prozent).

Positive Frequenzentwicklung in Fachmarktzentren

Hinsichtlich der Passantenfrequenzen in den Fachmarktzentren zeigt sich eine positive Entwicklung. Während nur etwa jeder achte Händler (12 Prozent) im zweiten Halbjahr 2016 gesunkene Frequenzen festgestellt hat, berichtet ein Viertel der Befragten von einem Anstieg. Laut knapp einem Drittel (29 Prozent) sind die Zahlen immerhin stabil geblieben. Ein anderes Bild zeigt sich hingegen in Shopping-Centern. Fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten berichten von gesunkenen Frequenzen in Shopping-Centern, ein gutes Drittel (37 Prozent) hat aber zumindest stabile Zahlen festgestellt. Shopping-Center-Betreiber sind gefragt, die Attraktivität der Center z.B. durch eine ansprechende Innenarchitektur, innovative Store- und Gastronomiekonzepte oder zugkräftige Events zu erhöhen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in den Innenstädten. Auch wenn 39 Prozent der Händler eine stabile Passantenfrequenz beobachten, stellen ebenso viele einen Rückgang fest.

Aus der Studie "Expansionstrends 2017, 1. Halbjahr"

Aus der Studie “Expansionstrends 2017, 1. Halbjahr”

Expansion insgesamt zurückhaltend

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der befragten Handelsunternehmen plant bis Ende 2017 über mehr Filialen als noch zum Jahresbeginn zu verfügen. Allerdings lässt sich hier ein leichter Rückgang beobachten, im 2. Halbjahr 2016 lag der Anteil noch bei 62 Prozent. Ein gutes Viertel (27 Prozent) der Händler möchte die Zahl seiner Filialen konstant halten. 17 Prozent der Befragten planen ihr Filialnetz auszudünnen.

 

Alle Ergebnisse sind im Whitepaper „Expansionstrends 2017“ zusammengefasst, das in unserem kostenlosen Download verfügbar ist.

Methodik

An dieser Erhebung haben sich 72 Expansionsleiter bzw. -manager großer Filialsysteme des Einzelhandels und der Gastronomie in Deutschland beteiligt. Die Aussagen der Experten in dieser Befragung stehen insgesamt für ca. 30.000 Einzelhandels- und Gastronomiefilialen in Deutschland.

 

Infografiken als Download

 


Kontakt
Lena Knopf, Projektleiterin Handelsimmobilien, Tel.: +49 221 57993-52, knopf@ehi.org
Ulrike Witt, EHI, Projektleiterin Public Relations, Tel.: +49 221 57993-999, witt@ehi.org

Herausgeber
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org, +49 221 57993-0

Über das EHI
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 60 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 750 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Götz W. Werner, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.


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