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16.10.2017

Handzettel im Netz

Marketing #Angebotskommunikation #Lebensmittelhandel #Werbung

EHI untersucht im Auftrag von Bonial Deutschland die Zukunft der Angebotskommunikation im Lebensmittelhandel /

Am klassischen Handzettel führt heute im Handel kein Weg vorbei. Er ist das Medium mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung und die günstigste Form der Angebotskommunikation im Lebensmittelhandel bei gleichzeitig größtem Werbeeffekt. Noch, denn mit der fortschreitenden Veränderung der Mediennutzung werden digitale Medien immer mehr an Relevanz gewinnen. Nach Einschätzung der Händler wird der Handzettel aber nicht gänzlich verschwinden, sondern für ein Grundrauschen in der Handelswerbung sorgen. So kommt es in Zukunft mehr denn je auf die richtige Orchestrierung des Mediamixes an. Das ergab die aktuelle Studie „Die Zukunft der Angebotskommunikation im LEH“, die das EHI im Auftrag von Bonial Deutschland durchgeführt hat.

Werbemedium der Wahl

Der gedruckte Handzettel ist immer noch das wichtigste Werbemedium für die Angebotskommunikation im Lebensmitteleinzelhandel. So kommunizieren 95 Prozent der Befragten ihre Wochenangebote und Sonderaktionen mit gedruckten Handzetteln. Das verwundert nicht, denn dieser ist die kostengünstigste und reichweitenstärkste Form der Kommunikation. Darüber hinaus haben sich viele Kunden über die Jahre daran gewöhnt, dass die Prospektwerbung alle Angebote unmittelbar und in übersichtlicher Form zu ihnen bringt. Der Handzettel dient vielen Verbrauchern als Quelle der Inspiration sowie als Planungswerkzeug für den nächsten Einkauf.

Aus der EHI-Studie „Die Zukunft der Angebotskommunikation im LEH“

Aus der EHI-Studie „Die Zukunft der Angebotskommunikation im LEH“

Werbung im Umbruch

Nach Einschätzung der befragten Händler wird der Handzettel allerdings in Zukunft an Relevanz verlieren. Insbesondere die jüngere Zielgruppe, die Angebote heute überwiegend im Netz aufspürt, wird von der Printwerbung kaum erreicht. Mit dem Handzettel holen die Händler eher die Generation 50+ ab. Hinzu kommt, dass ein Viertel der befragten Händler die Verteilung der Prospekte als problematisch, weil recht kostenintensiv einschätzt. Allerdings schätzen zwei Drittel, dass die traditionelle Angebotskommunikation auch in Zukunft nicht gänzlich verschwinden wird, da aktuell noch keine adäquate Alternative mit ähnlich hoher Reichweite existiert.

Digitale Lawine

Auch wenn die Relevanz der traditionellen Printmedien aktuell noch überwiegt, wird der Einsatz digitaler Medien in Zukunft eine immer stärkere Rolle spielen, so die übereinstimmende Meinung der befragten Händler. Im Vergleich zur gedruckten Handelswerbung bieten digitale Formate den Vorteil einer Kostenersparnis, vor allem aber einer höheren Zielgenauigkeit durch die Möglichkeit einer individualisierten und persönlichen Ansprache. Dadurch lässt sich das Potenzial ausschöpfen, dass Print alleine nicht erreicht. In Ergänzung zum gedruckten Handzettel haben daher heute bereits drei Viertel der befragten Händler Prospektportale wie kaufda.de im Einsatz oder Interesse daran. Frederic Handt, Managing Director von Bonial Deutschland: „Das Internet, auch über das Handy, ist für immer mehr Shopper die erste Anlaufstelle zur Angebots-Recherche und Einkaufsplanung. Das Smartphone sollte in der Marketing-Planung stationärer Händler daher eine zentrale Rolle spielen.“

Abzuwarten bleibt, ob in Zukunft ein digitales Medium dem gedruckten Handzettel in puncto Reichweite das Wasser reichen kann. Fest steht, dass der richtige Mix aus klassischer und digitaler Werbung zukünftig mehr denn je erfolgsentscheidend für das Marketing des Handels sein wird.

 

Aus der EHI-Studie „Die Zukunft der Angebotskommunikation im LEH“

Aus der EHI-Studie „Die Zukunft der Angebotskommunikation im LEH“

Datenbasis

Im Rahmen der qualitativen EHI-Studie „Die Zukunft der Angebotskommunikation im LEH“ wurden im Auftrag von Bonial Deutschland Marketingverantwortliche und selbständige Kaufleute von 18 Unternehmen des Lebensmittelhandels – davon fünf Zentralen, drei Regionalgesellschaften und zehn selbständige Lebensmitteleinzelhändler – in Form von persönlichen Interviews befragt. Grundlage bildete ein Interviewleitfaden aus ungestützten Fragen.

Das EHI-Whitepaper „Die Zukunft der Angebotskommunikation im LEH“ ist im kostenlosen Download verfügbar.

 

Grafiken für Journalisten als Download

 


Kontakt
Marlene Lohmann, Leiterin Forschungsbereich Marketing, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-72, lohmann@ehi.org
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-42, holtmann@ehi.org

Herausgeber
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org

Über das EHI
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Götz W. Werner, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.

Über Bonial.com
Bonial.com ist die führende, weltweit agierende standortbezogene Shopping-Plattform. Das Unternehmen verbindet das sehr Gute aus der alten Welt – Prospekte des Handels – mit dem Informationsbedürfnis der neuen Welt – der digitalen Suche nach lokalen Informationen. Bonial unterstützt den stationären Einzelhandel dabei, Verbrauchern ein dynamisches, digitales Multichannel-Einkaufserlebnis zu bieten und Kunden mit stationären Geschäften vor Ort zu verbinden. Ähnlich einem Einkaufscenter finden interessierte Käufer hier einen großen Teil der regionalen Angebote aller Branchen.
Das Angebot von Bonial umfasst Applikationen wie kaufDA | MeinProspekt und Out of Milk. Full-Service-Lösungen wie Bonial Connect unterstützen Händler auf deren eigenen Online-Präsenzen. Eine einzigartige Verbraucher-Datenbasis ermöglicht Retargeting-Maßnahmen in einer hochaffinen Nutzergruppe. Bonial begleitet monatlich den Einkaufsprozess von 25 Millionen Shoppern. Mehr als 5.200 Einzelhändler und Markenhersteller setzen auf die Services von Bonial, um ihre Angebote und Produkte zu bewerben und erreichen so die richtige Zielgruppe bei hohem ROI.


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