Ute Holtmann

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10.09.2015

Investition in Kundenzufriedenheit

Alle Themen Informationstechnologie #SB-Kassen #Self-Checkout #Self-Scanning

Bildnachweis: Zebra Technologies

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Self-Checkout-Systeme: Mut der Händler wird belohnt

Während noch viele Händler zögern, werden die mutigen unter ihnen belohnt. An ausreichend positiver Resonanz auf den Einsatz von Self-Checkout-Systemen, also Selbstbediener- bzw. SB-Kassen und mobilem Self-Scanning, fehlt es auf Seiten des Verbrauchers augenscheinlich nicht. Gründe für die hohe Akzeptanz beim Kunden sind vor allem das selbstbestimmte Tempo und die Preiskontrolle beim Einkauf sowie das angenehmere Einkaufen ohne Warteschlange. Der überwiegende Teil der Händler, die sich bereits für den Einsatz von SB-Kassen und Self-Scanning entschieden haben, sieht in der Installation der SCO-Systeme eine Investition in die Zufriedenheit des Kunden und im ergänzenden Service einen klaren Wettbewerbsvorteil, wie die aktuelle Händlerbefragung des EHI zum Einsatz von SCO-Systemen in Deutschland zeigt.

Zukunftsorientierte Kassenlösungen

In mehr als 300 deutschen Märkten konnten Händler bereits positive Erfahrungen durch den Einsatz von SB-Kassen sammeln – auch wenn sich der Erfolg zunächst nicht in Zahlen messen lässt. Die Anschaffungskosten sind hoch – immerhin kostet ein Vierer-Modul SCO-Kassen rund 120.000 Euro, das ist mindestens dreimal so viel wie der durchschnittliche Preis von herkömmlichen Kassen. Stattdessen ist die Zufriedenheit des Kunden ein klarer Indikator für den Erfolg von SCO-Systemen, die laut Studie im Durchschnitt von fast 20 Prozent der Kunden genutzt werden. Die zukunftsorientierten Kassenlösungen sorgen darüber hinaus für ein innovatives Image der Märkte und gewinnen damit zusätzliche – oft technikaffine – Käufer.

… mit zuverlässiger Technik

Zufrieden sind die meisten Händler auch mit der eingesetzten Technik, die den anfänglichen Befürchtungen zum Trotz nur geringe Ausfallquoten aufweist – nicht höher als bei traditionellen Kassen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die SCO-Konfigurationen immer abhängig von zahlreichen organisatorischen Voraussetzungen sind. Faktoren wie die Scannfähigkeit des Sortiments und das Raumangebot im jeweiligen Geschäft fordern deshalb immer marktindividuelle Lösungen.

Für den erfolgreichen Einsatz von SCO-Systemen spricht außerdem eine Produktivitätssteigerung von bis zu 40 Prozent auf gleicher Fläche und bei gleichen Kosten, gemessen am Verhältnis Kunden pro Stunde.

Akzeptanz bei Mitarbeitern

Der Erfolg von Self-Checkout steht und fällt allerdings mit der Akzeptanz der Mitarbeiter. Die Befürchtung, dass die Einführung von SCO-Systemen einen Personalabbau mit sich bringen kann, hat sich bei keinem der Unternehmen bestätigt. Die Ursachen dafür sind, dass Self-Checkout immer nur ein ergänzender Service zu den herkömmlichen Kassen ist und für SB-Kassen immer eine Personalassistenz erforderlich ist. Für Letzteres spielt die Motivation der Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Die Mitarbeiter an den SB-Kassen müssen sich mit der modernen Technik identifizieren und dem Kunden die Freude an der Innovation vermitteln können.

Ehrliche Kunden

Von den befragten Händlern berichten 95 Prozent, dass die Diebstahlrate an SCO-Kassen nicht höher ist als üblich. Begründet wird dies dadurch, dass der Kunde beim Self-Checkout selbst die Verantwortung für die Registrierung und Bezahlung der Ware trägt. Diebstähle und Manipulationen lassen sich zusätzlich durch integrierte Kontrollwaagen, Kameraüberwachung, Warensicherung, Sicherheitspersonal und Personalassistenz im Kassenbereich vermeiden. Der Diebstahl von Waren geschieht laut Aussagen der befragten Händler fast ausschließlich im Verkaufsraum und nicht erst am Kassenband. Die Diebstahlrate ist folglich unabhängig von der Art der Kassennutzung.

 

Alle Ergebnisse der Händlerbefragung werden auf der Roadshow der Self-Checkout-Initiative des EHI und Partnern vorgestellt. Einzelhändler können kostenlos an den Infoveranstaltungen am 20.10.2015 in Köln und am 10.11.2015 in Stuttgart teilnehmen. Die Ergebnisse der Studie sind außerdem in einem White-Paper zusammengefasst, das als kostenloser Download zur Verfügung steht.

 


Kontakt:

Frank Horst, Leiter Inventurdifferenzen + Sicherheit, Tel.: -53, horst@ehi.org

Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: -42, holtmann@ehi.org

Herausgeber:

EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org Tel.: +49 (0)2 21 5 79 93-0, Fax: -45

Über das EHI

Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs-, Bildungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 60 Mitarbeitern. Das internationale EHI-Netzwerk umfasst rund 700 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie. Gegründet wurde das Unternehmen 1951. Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany, eine jeweils 50-prozentige Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes, koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel und die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden.


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