Ute Holtmann

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14.05.2019

Mit mehr Service zu mehr Kunden

Alle Events Immobilien + Expansion #Handelsimmobilien #Immobilien #Shopping-Center

Management von Shopping-Centern \\

Der Online-Handel macht dem stationären Geschäft zu schaffen. Aber Shopping-Center und Fachmarktzentren sind weiterhin attraktive Magnete für Kunden. Ihre Besucherfrequenzen sind tendenziell steigend. Dafür lässt sich das Center-Management auch so einiges einfallen. Einen Überblick über den Leerstand, veränderte Vertriebs- und Flächenkonzepte sowie Marketing-Maßnahmen gibt die neue Studie „Center-Management im Fokus“ von EHI und German Council of Shopping Centers, bei der nur der Blick der Centermanager/innen auf das eigene Center und die Branche untersucht wurden.

64 Prozent der Center-Manager/innen erwarten stabile Mieteinnahmen für das Jahr 2019, nur ein Fünftel (22 Prozent) rechnet mit rückläufigen Mieten und 13 Prozent gehen davon aus, dass sie höhere Mieteinnahmen haben werden.

Frequenzen

Um ihre Besucherzahlen zuverlässig zu bestimmen, nutzen die Center an erster Stelle Kameratechnik (45 Prozent), Lichtschranken (38 Prozent), Befragungen (10 Prozent) oder manuelle Zählungen (10 Prozent). WLan, Mobilfunk oder Beacons werden nur vereinzelt eingesetzt. 7 Prozent messen das Kundenaufkommen gar nicht. Im Durchschnitt hat sich die Besucherfrequenz bei fast 60 Prozent der Fachmarkt- bzw. Shopping-Center in den letzten zwei Jahren positiv entwickelt, 42 Prozent erkennen einen Besucherrückgang.

Shopping-Center Management 2019

Shopping-Center Management 2019

Leerstand

Zwei Drittel (66 Prozent) der befragten Manager/innen nennen einen relativ geringen Leerstand in den Centern von bis zu 3 Prozent. Allerdings hat auch jedes dritte Center (33 Prozent) eine Leerstandsquote von mehr als 3 Prozent und knapp jedes fünfte Center (19 Prozent) sogar mehr als 5 Prozent der Fläche nicht vermietet. Dabei schneiden Center auf der grünen Wiese leicht besser ab als Center in den Innenstädten oder Stadtteilen. Im Vergleich zu erkennbaren Leerständen in Einkaufsstraßen deutscher Städte, ist aber insgesamt eine sehr stabile Situation festzustellen.

Service

Um ihre Center attraktiv zu halten, veranstalten 45 Prozent mehr Events und geben dafür auch mehr Geld aus. Ein Drittel (32 Prozent) hat bereits mit Pop-up-Stores gearbeitet und 28 Prozent planen dies. 80 Prozent geben an, bei Events mit professionellen Agenturen zusammenzuarbeiten. In puncto Service bieten 82 Prozent ihren Kunden WiFi, 62 Prozent verfügen über einen Infopoint als Anlaufstelle für Fragen, 41 Prozent verfügen bereits über E-Ladesäulen und Apps gibt es bei 22 Prozent der Center bzw. 4 Prozent haben eine spezielle Park-App.

Gastronomie

Eine deutliche Mehrheit der Center-Managements geht davon aus, ihre Flächenanteile für Unterhaltung, Gastronomie und andere Service zu erhöhen. Gastronomie schätzen Kunden als gern gesehenen Service in Centern und wird zurzeit stark ausgebaut. Ein Viertel der Befragten hat in den letzten drei Jahren die Flächen dafür erweitert und sogar 46 Prozent planen flächenmäßig mehr kulinarischen Service in ihren Centern. Aktuell stellen dafür 16 Prozent der Center über 10-15 Prozent Fläche zur Verfügung, bei 39 Prozent der Einkaufstempel nimmt die Gastro-Fläche 5-10 Prozent ein und bei 45 Prozent der Center sind es bis zu 5 Prozent. Diese Anteile werden sich deutlich zu Gunsten von Gastronomie verschieben.

Shopping-Center Management 2019

Shopping-Center Management 2019

Grafiken für Journalisten als Download (Print und Web)  

Datenbasis
Von den 483 Shopping-Centern in Deutschland haben 140 teilgenommen, was einer Quote von 29 Prozent entspricht. Drei Viertel davon waren Betreiber von klassischen Shopping-Centern und Shopping-Quartieren, ein Fünftel Fachmarkt-Center. Darunter waren viele große Center – fast 40 Prozent haben eine Mietfläche von mehr als 30.000 qm.

Die Studie „Center-Management im Fokus“ wird im Juni als kostenloser Download im EHI-Shop erhältlich sein.


Kontakt
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, EHI, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-42, holtmann@ehi.org
Ingmar Behrens, Geschäftsführer, GCSC, Tel: +49 (0)4 31/6 61 11 88-11, ingmar@behrensundbehrens.de

 

Herausgeber
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org
German Council of Shopping Centers e. V., Bahnhofstraße 29, 71638 Ludwigsburg, www.gcsc.de

Über das EHI
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Kurt Jox, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.

Über den GCSC
Der German Council of Shopping Centers e.V. (GCSC) ist der bundesweite einzige Interessenverband der Handelsimmobilienwirtschaft.

Mehr als 750 Mitgliedsunternehmen der Bereiche Entwicklung und Analyse, Finanzierung, Center-Management, Architektur, Handelsimmobilien, Einzelhändler und Marketing-Spezialisten bilden hier einen aktiven Interessenzusammenschluss als ideale Networkingbasis der Handelsimmobilienakteure. Mit rund 1 Millionen Arbeitnehmern und direkt verbundenen Dienstleistern repräsentieren die Mitgliedsunternehmen des GCSC einen bundesweit bedeutenden Wirtschaftszweig. Der German Council of Shopping Centers e.V. fördert und vertritt die Interessen seiner Mitglieder konsequent, wirkt meinungsbildend nach außen, organisiert und informiert, schafft Geschäftskontakte. Unterschiedlichste Aktivitäten und Dienstleistungen stehen den Mitgliedern zur Verfügung.


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