Ute Holtmann

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17.03.2015

Persil auf der Palette

Alle Themen Logistik Verpackung #Handelslogistik #Transportverpackung

Quelle: EHI

Mit zunehmender Automatisierung in der Handelslogistik nimmt die Bedeutung der Einhaltung der Anforderungen an die Verpackungen erheblich zu. Die Prozesse im Lager, das automatisierte Einlagern, Depalettieren, Kommissionieren und Palettieren, stellen unterschiedliche Anforderungen an die Transportverpackung sowie das Paletten- und Lagenbild. Im Laden angekommen, müssen die Verpackungen zudem einfach im Regal zu verräumen sein und attraktiv aussehen, damit sie vom Kunden gekauft werden. Mit der Studie “Verpackungsanforderungen in der automatisierten Handelslogistik 2015“, die heute auf der Log 2015 in Köln vorgestellt wird, legt das EHI einen umfassenden und aktuellen Anforderungskatalog vor. Die Studie bietet einen Überblick des Status quo, sensibilisiert für die Notwendigkeit der Einhaltung bestimmter Kriterien, zeigt Bereiche mit konfliktären Ansprüchen auf und kann so zur Harmonisierung beitragen.

Ausreichende Deckelbefestigung

Die unterschiedlichen Interessenslagen führen nahezu zwangsläufig zu konfliktären Anforderungen an Verpackungen. So ist es in der Logistik wichtig, dass bei einer zweiteiligen Transportverpackung die Abdeckung durch Verklebung oder Steckmechanismus ausreichend fixiert ist. Die Transportverpackung muss während der gesamten logistischen Prozesse kompakt bleiben. Am Point of Sale hingegen muss sie als handelsgerechte Regalverpackung (Shelf Ready Packaging) einfach, schnell, ohne Hilfsmittel und mit nur einem Handgriff zu öffnen sein.

Modulmaße für optimales Lagenbild

Die Abmessungen der Transportverpackung sollten den ISO-Modulmaßen entsprechen, um ein optimales, geschlossenes Lagenbild ohne sogenannte Löcher oder Kamine zu ergeben. Zudem sind die Maße der Transportverpackung an die enthaltenen Artikel anzupassen. Aus Marketinggründen entsprechen die Artikel jedoch häufig nicht den Modulmaßen. Hier ist ebenfalls eine bessere Abstimmung zwischen Logistik, Vertrieb, Marketing und Einkauf erforderlich.

Ladungssicherung ohne Verklebung und ohne Zwischenlage

Die Ladung auf der Palette muss so gesichert sein, dass eine manuelle und automatisierte Handhabung während des Transports und der Lagerung jederzeit gewährleistet ist. Die Verbundstapelung ist von vielen Händlern eine bevorzugte Lösung. Von Herstellerseite  wird sie aufgrund der erforderlichen Materialstärken unterschiedlich diskutiert.  Zu empfehlen ist, eine Verbundstapelung nur einzusetzen, sofern Materialstärke, Stabilität und Konstruktion der Verpackung diese Stapelung zulassen. Zwischenlagen und Lagenverklebung sind grundsätzlich zu vermeiden.

Die in der Studie beschriebenen Anforderungen beziehen sich auf das Food-Trocken- und das Drogeriesortiment. Identifiziert wurden die Anforderungen auf Grundlage persönlicher Gespräche mit Händlern, die über teil- oder vollautomatisierte Prozesse in der Lagerlogistik verfügen. Befragt wurden jeweils die Verantwortlichen der Automatisierungsprojekte.

Die Studie steht EHI-Mitgliedern im kostenlosen Download zur Verfügung.

Grafik zum Downloaden für Journalisten; weitere Grafiken aus der Studie finden Sie auf unserem Statistikportal www.handelsdaten.de


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