Ute Holtmann

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30.08.2017

PR und Marketing auf Kuschelkurs

Alle Themen Public Relations #EHI PR-Studie #Marketing #Öffentlichkeitsarbeit

EHI-Whitepaper zu Kommunikation 2017 /

Die Kommunikationsdisziplinen PR und Marketing müssen zukünftig sehr eng vernetzt arbeiten, da sind sich PR-Verantwortliche und Geschäftsführer aus der Handelsbranche einig. Die Digitalisierung verwischt die Grenzen. Denn Kunden erwarten eine authentische Kommunikation von und mit den Unternehmen – und zwar über alle Kanäle hinweg. Zu welcher Abteilung der Kommunikator gehört, interessiert sie nicht, so das aktuelle EHI-Whitepaper „Kommunikation 2017: PR und Marketing auf Kuschelkurs“.

Status quo: kooperativ

Bereits heute agieren die beiden Kommunikationsabteilungen in den befragten Unternehmen kooperativ. Sowohl die PR-Verantwortlichen als auch die Geschäftsführer geben der bisherigen Zusammenarbeit eher gute Noten, sehen allerdings auch noch Verbesserungspotential.
In 87 Prozent der Unternehmen arbeiten PR und Marketing schon jetzt gemeinsam an Projekten, z. B. an Kampagnen oder anlässlich von Events wie Jubiläen oder Shop-Eröffnungen. Fast die Hälfte (47 Prozent) führt  regelmäßige gemeinsame Redaktionssitzungen durch – die meisten davon sogar wöchentlich, mindestens jedoch monatlich. 38 Prozent der Befragten stimmen Prozesse mit der jeweils anderen Disziplin ab, z. B. in Form eines abteilungsübergreifenden Kommunikationsplans. Nur bei 7 Prozent der Unternehmen arbeiten PR und Marketing völlig unabhängig voneinander. Immerhin 3 Prozent arbeiten bereits heute in einer einzigen Kommunikationsabteilung.

Prognose: vereint

Sowohl PR-Verantwortliche als auch die befragten Geschäftsführer erwarten in der Zukunft eine noch engere Zusammenarbeit der beiden Kommunikationsdisziplinen. Die meisten denken, dass die Grenzen der Abteilungen verschwimmen werden.
43 Prozent der Geschäftsführer gehen sogar davon aus, dass die Abgrenzung völlig überflüssig wird und PR und Marketing künftig nur noch eine einzige Kommunikationsabteilung sein sollten. Dem stimmen allerdings nur 14 Prozent der Kommunikationsverantwortlichen zu. Nur knapp ein Drittel der PR-Verantwortlichen glaubt, dass die PR als eigenständiger Bereich an Bedeutung verlieren wird. Dass das Marketing zukünftig kein eigenständiger Bereich mehr sein könnte, glaubt fast keiner.
Hauptsächlich die gemeinsam zu nutzenden Kanäle machen für 84 Prozent der Geschäftsführer und 70 Prozent der PR-Leute ein gemeinsames Arbeiten unumgänglich. Ein fast ebenso relevanter Grund ist für beide die One-Message-Policy, welche eine funktionierende Abstimmung der verschiedenen Kommunikatoren erforderlich macht. Auch die sich annähernden Aufgabenbereiche sind eine Ursache für den größeren Kooperationsbedarf. Denn dadurch entstehen immer mehr Überschneidungen der Zielgruppen, z. B. bei Bloggern.

Datenbasis

Das Whitepaper „Kommunikation 2017: PR und Marketing auf Kuschelkurs“ basiert auf zwei Erhebungen, die im Mai und Juni 2017 erfolgten. An dieser Umfrage haben sich die PR-Verantwortlichen aus 101 Unternehmen des deutschsprachigen Einzelhandels (70 Prozent Handelsunternehmen und 30 Prozent Konsumgüterhersteller) beteiligt, die meisten davon aus Deutschland, einige aus der Schweiz. Alleine die teilnehmenden deutschen Handelsunternehmen erwirtschaften zusammen einen Nettoumsatz von rund 158 Mrd. Euro. Das entspricht rund einem Drittel des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel. Zu ausgewählten Aspekten wurden auch die Geschäftsführer der Handelsunternehmen befragt. An der Untersuchung haben sich insgesamt 82  Geschäftsführer unterschiedlicher Branchen beteiligt.

Grafiken als Download

Das Whitepaper „Kommunikation 2017: PR und Marketing auf Kuschelkurs“ gibt es als kostenlosen Download.

 


Kontakt
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: +49 221 57993-42, holtmann@ehi.org
Ulrike Witt, Projektleiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-999 witt@ehi.org

Herausgeber
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org, 0221-57993-0

Über das EHI
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 60 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Götz W. Werner, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.


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