Ute Holtmann

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08.11.2017

Selbst ist der Kunde

Informationstechnologie #Selbstbediener-Kassen #Self-Checkout #Self-Scanning

EHI-Studie zu Self-Checkout und Self-Scanning im deutschen Handel /

Selbstbediener-Kassen gewinnen im deutschen Handel erheblich an Boden. Immer mehr deutsche Geschäfte bieten ihren Kunden den Service an, den Scann- und Bezahlvorgang selbst in die Hand zu nehmen. Dies zeigt die aktualisierte EHI-Markterhebung zu Selbstbediener-Kassen in Deutschland. „Die beachtliche Steigerung der Self-Checkout-Anwendungen innerhalb von zwei Jahren zeigt, wie bedeutend das Thema für deutsche Händler geworden ist“, kommentiert Frank Horst, Autor der Studie und präsentiert die gesamten Ergebnisse heute auf den EHI-Technologie-Tagen.

Selbst scannen und kassieren – bevorzugt im LEH

In zwei Jahren hat sich die Anzahl der Geschäfte, in denen stationäre Selbstbediener-Kassen zum Einsatz kommen, um 65 Prozent gesteigert. Waren es im Jahr 2015 noch 295, so sind es heute 488 Geschäfte. Insgesamt verfügt der deutsche Handel über rund 3.020 stationäre Self-Checkout-Kassen.

Dieser Anstieg macht sich besonders im klassischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) bemerkbar. Dort existieren derzeit ca. 350 Märkte (im Vergleich zu 150 vor zwei Jahren) mit rund 1.450 SB-Kassen (620 in 2015). Gemessen an den fast 200.000 herkömmlichen Kassen im LEH, gibt es noch Potential, obwohl nicht jedes Lebensmittelgeschäft und jeder Standort für Selbstbediener-Kassen geeignet ist. Außerhalb des Lebensmittelsektors sind Selbstbediener-Kassen fast ausschließlich in Möbel- und Baumärkten sowie in Sportgeschäften zu finden.

Auch mobile Self-Scanning-Anwendungen sind im selben Zeitraum ähnlich stark gestiegen (64 Prozent). Von 25 Geschäften vor zwei Jahren ist die Anzahl heute auf 41 gestiegen.  Im Allgemeinen stehen in diesen Märkten jeweils mindestens 60 Handscanner für den Kundeneinsatz zur Verfügung.

Markterhebung Self-Checkout- und Self-Scanning-Systeme (Quelle: EHI)

Markterhebung Self-Checkout- und Self-Scanning-Systeme (Quelle: EHI)

Cash oder Karte

Ein Großteil der Geschäfte bietet trotz hoher Investitionskosten die Möglichkeit der Barzahlung beim Self-Checkout an. Bei den Lebensmittelhändlern sind es sogar 98 Prozent, auf den Gesamtmarkt bezogen können Kunden in 84 Prozent der Geschäfte mit Selbstbediener-Kassen ihre Einkäufe bar bezahlen.

Im LEH sind 91 Prozent der SCO-Kassen mit Gewichtskontrolle ausgestattet, über die Branchen hinweg sind es noch 43 Prozent. Dabei wird der eingepackte Artikel mit einer Waage unter der Einpackstation gewogen und das ermittelte Gewicht mit dem verglichen, das für den gescannten Artikel in einer Datenbank abgelegt ist.

Ausblick

Das EHI rechnet mit einem weiteren dynamischen Wachstum in diesem Bereich. So werden bis zum Jahresende über 500 Geschäfte ihren Kunden stationäre SB-Kassen anbieten und weitere 50 Geschäfte mobile Self-Scanning-Systeme im Einsatz haben.

 

* Die meisten Märkte stellen Self-Checkout-Systeme (auch Selbstbediener- bzw. SB-Kassen genannt) zur Verfügung, bei denen Kunden die Ware selbst scannen und bezahlen. Einige bieten das sogenannte Selfscanning an. Hier scannt der Kunde die Artikel bereits während des Einkaufs mittels eines mobilen Erfassungsgeräts selbst. Reine Selfpaymentsysteme, also Automaten, an denen Kunden ausschließlich den Bezahlvorgang, nicht aber das Scannen selbst durchführen, wurden in der Studie nicht berücksichtigt.

 

Infografiken im Download: https://go.ehi.de/sco811

Weitere Informationen: www.self-checkout-initiative.de

 


Kontakt:
Frank Horst, Leiter Inventurdifferenzen + Sicherheit, Tel.: -53, horst@ehi.org
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: -42, holtmann@ehi.org

Herausgeber:
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-0, Fax: -45

Über das EHI:
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Götz W. Werner, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.


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