Ute Holtmann

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09.02.2017

Shopping-Center: Vom Boom in die Reifephase

Alle Themen Immobilien + Expansion Shopping Center #EHI-Shopping-Center-Report #Revitalisierung

EHI stellt neue Zahlen der Shopping-Center vor /

Der Shopping-Center-Markt tritt in eine neue Phase. Nachdem über die letzten zwei Dekaden durchschnittlich über zehn Center pro Jahr eröffnet wurden – im Rekordjahr 2001 waren es sogar 21 Center – waren es in 2016 nur drei neue Shopping-Center. Damit tritt der Markt von einer Boom- in eine Reifephase ein. Es ist zu erwarten, dass künftig die Revitalisierungen der bestehenden 479 Center in Deutschland mehr Investitionen bedürfen als die Neubauten.

„Wenn ein Shopping-Center heute Konsumenten anlocken möchte, geht das nur mit einer Profilierung über Aufenthaltsqualität und Mietermix – das bedeutet also mehr Aufwand bei mehr Wettbewerb“, beschreibt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung im EHI, die veränderte Ausgangssituation für Verbraucher und Center.

Shopping-Center-Neueröffnungen 2010-2015

Shopping-Center-Neueröffnungen 2010-2015

Mehr Revitalisierung als Neubau

479 Center mit einer Gesamtfläche von 15,4 Mio. qm gibt es zurzeit in Deutschland. Davon sind nur drei in 2016 entstanden. Mit den Mercaden in Dorsten, der Ems-Galerie in Rheine und Q6/Q7 in Mannheim bleiben alle neuen Center in 2016 unter einer Fläche von 20.000 qm. Für 2017 sieht die Planung noch zurückhaltender aus. Aus dem Planungsstand ist noch nicht ersichtlich, ob die vier angedachten Objekte überhaupt Shopping-Center werden oder sich dann doch ein oder zwei als Fachmarktcenter herausstellen. Fakt ist, dass die Planungen in Stuttgart, Halver und Neutraubling mit 11.000 qm eher klein sind und ein viertes in Weil am Rhein ebenfalls unter 20.000 qm bleibt. Es werden aber nicht nur die Flächen der Center kleiner. Auch die Städte, in denen sie eröffnet werden, sind eher mittlerer Größenordnung. Der Shopping-Center-Markt verändert sich nach den Jahren des Booms hin zu einer Reifephase.

Da bereits eine hohe Dichte an Shopping-Centern besonders in Innenstadt- und Stadtteillagen besteht, haben wir aktuell ein sehr verlangsamtes Wachstum hinsichtlich Shopping-Center-Neueröffnungen. Diese Marktlage führt dazu, dass Investitionen im Shopping-Center-Markt künftig eher auf Revitalisierungen entfallen.

Diese und weitere Ergebnisse aus der EHI-Forschung zu Shopping-Centern stellt Marco Atzberger, EHI-Geschäftsleitung und Experte für Handelsimmobilien, auf dem „Deutschen Shopping-Center Forum“ von EHI und German Council of Shopping Centers am 09./10. Mai 2017 vor.

 

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Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung, Tel: +49 (0)2 21/5 79 93-32, atzberger@ehi.org
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Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 60 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 750 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Götz W. Werner, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany, ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorstellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.