Ute Holtmann

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17.10.2017

Wettbewerb um Werbegelder

Marketing #Marketingmonitor #Werbung

EHI stellt aktuellen Marketingmonitor vor /

Im Durchschnitt gibt der Handel 3,4 Prozent seines Bruttoumsatzes für Werbung aus. Dabei fließt mit einem Anteil von 52 Prozent etwas mehr Geld in additive Werbung* als in klassische Printwerbung (48 Prozent), vor allem Online wird beliebter. So einige Ergebnisse des aktuellen “EHI-Marketingmonitor Handel 2017 – 2020”. „Digital ist auf dem Vormarsch. Die Investitionen in digitale Kommunikation steigen nachhaltig, aber: der gedruckte Handzettel ist weit davon entfernt, aufs Altenteil zu gehen,“ erläutert Marlene Lohmann, Leiterin Forschungsbereich Marketing beim EHI.

Werbung wird digitaler

Insgesamt wird die Werbung zunehmend digitaler. Während Online-Marketing sich von 5,9 in 2012 auf 17,5 Prozent in diesem Jahr mausern konnte, haben gedruckte Anzeigen einen dramatischen Rückgang von 13,6 auf 5 Prozent im selben Zeitraum erlebt. In 2017 haben die klassischen gedruckten Werbeformen wie der Prospekt, Handzettel, Flyer und Anzeigen im Jahresvergleich wieder rund 1 Prozent weniger vom Kuchen abbekommen und müssen sich in der Prognose für 2020 auf noch magerere Zeiten einstellen. Maßnahmen am POS bleiben mit einem jetzigen Anteil von 11,2 Prozent relativ stabil.

Onlinemarketing konnte sich hingegen über einen größeren Anteil von 17,5 Prozent (im Gegensatz zu 14 Prozent im Vorjahr) freuen und kann laut Schätzung der Händler in drei Jahren mit satten 23 Prozent rechnen. Direktmarketingmaßnahmen bleiben auf gleichem Niveau bei 10,5 Prozent. Den Rest des Kuchens teilen sich mit stabilen Häppchen TV (2,9 Prozent), Plakat (3 Prozent) und Radio mit 4,1 Prozent.

Innerhalb der Ausgaben für Onlinemarketing hat es deutliche Verschiebungen gegeben. So hat das Suchmaschinenmarketing (SEM/SEO) deutlich an Bedeutung gewonnen und hat von 27,7 auf 35 Prozent zulegt. Mit einem Zuwachs von 17 auf 21 Prozent befindet sich Social Media-Marketing an zweiter Stelle und hat Digitales Direktmarketing (eCRM) mit nun 16,4 Prozent (von knapp 21 Prozent) auf den dritten Platz im Ranking gedrängt. Digitale Banner machen 10,8 Prozent aus. Besonders das Data-Driven-Marketing wird nach Einschätzung der befragten Händler in Zukunft immer wichtiger. Hier liegt der Anteil am Onlinemarketingbudget aktuell bereits bei etwa 5 Prozent. Erwartet wird, dass sich dieser bis 2020 auf 8,5 Prozent steigert.

*Additive Werbung umfasst Onlinemarketing, POS-Marketing, Direktmarketing/CRM, TV, Plakatwerbung, Radio

Aus dem EHI-Marketingmonitor Handel 2017 - 2020

Aus dem EHI-Marketingmonitor Handel 2017 – 2020

Datenbasis

Die Jahreserhebung Marketing basiert auf einer Online-Befragung, an der die Marketingchefs von 47 deutschen Handelsunternehmen teilgenommen haben. Der Bruttoumsatz der beteiligten Einzelhändler beträgt gut 111,9 Mrd. Euro, das entspricht einem Anteil von 23 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Deutschland in 2016.

 

Weitere Ergebnisse des “EHI-Marketingmonitor Handel 2017 – 2020” werden auf dem EHI Marketing Forum Handel 2017 am 17./18.10. vorgestellt. Mitgliedern steht die Studie als kostenloser Download zur Verfügung.

Grafiken für Journalisten als Download

 


Kontakt
Marlene Lohmann, Leiterin Forschungsbereich Marketing, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-72, lohmann@ehi.org
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-42, holtmann@ehi.org

Herausgeber
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org

Über das EHI
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Götz W. Werner, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.


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