Ute Holtmann

Leiterin Public RelationsTel:+49 221 57993-42
E-Mail:holtmann@ehi.org Kontaktformular
30.04.2020

Trennwände statt Displays

Alle Themen #Corona #Schutzmaßnahmen

Claudia Rivinius, Marketingleiterin der STI Group im Gespräch mit der EHI-Newsletter-Redaktion //

Wie Kreativität und neue Denkansätze zu praktikablen Produktlösungen im Handel, im Lager oder auch beim Besuch der Oma führen, berichtet Claudia Rivinius, STI Group. Nicht nur rechtliche Herausforderungen sind dabei zu berücksichtigen …

Der Verpackungs- und Displayhersteller STI Group hat seine Produktion an die besonderen Bedürfnisse des Marktes in der Coronazeit angepasst. Wie genau sieht das aus?

Claudia Rivinius: In der aktuellen Situation nutzen wir unser Know-how, um die Infektions-Gefährdung im Alltag und am Arbeitsplatz zu reduzieren. Uns ist es dabei wichtig, pragmatische Lösungen zu entwickeln, die sich einfach und schnell umsetzen lassen.

Quelle: STI

Quelle: STI

Überall dort, wo Menschen eng zusammenarbeiten, helfen z. B. Trennwände aus Wellpappe, den geforderten Mindestabstand zu wahren. Sei es in der Produktion, im Handel oder im Großraumbüro. Mit Durchblick und passenden Features für alle möglichen Anwendungsbereiche sind die flexiblen Trennwände schnell verfügbar und können bei Bedarf individuell angepasst werden.

Wo Abstände nicht eingehalten werden können, kommt unser CE-geprüfter Gesichtsschutz mit transparentem Schild zum Einsatz. Das Visier der PSA Risikoklasse 1 deckt das Gesicht großflächig ab und schützt Mund, Augen und Nase komfortabel vor Flüssigkeitsspritzern. Für den kurzzeitigen Einsatz im Handel haben wir zudem kostengünstige Behelfs Mund-Nasen-Masken aus Karton entwickelt, außerdem ein Karton-Visier mit Sichtfenster.

In welchen Branchen und Bereichen kommen die Lösungen zum Einsatz?

Quelle: STI Group

Quelle: STI Group

Claudia Rivinius: Die Trennwände sind sehr wandelbar und optimal geeignet für Büro- oder Produktionsarbeitsplätze, aber auch für Friseursalons, Wartezonen, Catering-Bereiche im Handel oder die Gastronomie. Für Tankstellen, Kioske und kleinere Verkaufsstellen haben wir beispielsweise Spuckschutz-Aufsteller im Programm.

Die Gesichtsschutz-Varianten sind für unterschiedliche Einsatzbereiche konzipiert. Der CE-geprüfte Gesichtsschutz mit Visier der PSA Risikoklasse 1 wird in Großbritannien beispielsweise vom National Health Service eingesetzt. Hier in Deutschland haben vor allem Produktionsbetriebe großes Interesse, aber auch Konfektionäre und Logistikdienstleister sowie Handelsunternehmen für Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt oder in der Verräumung. Das Visier ist die perfekte Alternative zur Mund-Nasen-Maske, da es bequemer zu tragen ist, das komplette Gesicht sichtbar ist und der Mitarbeiter besser Luft bekommt.

Auch die STI Group schützt mit diesem Visier ihre Mitarbeiter*innen bei Tätigkeiten, wo Abstände nicht eingehalten werden können und Trennwände keinen Sinn machen. Die Karton-Varianten sind eine einfache und kostengünstige Lösung, um sein Umfeld z.B. beim Einkauf oder dem Besuch bei der Oma zu schützen.

Was sind die größten Herausforderungen dabei?

Claudia Rivinius: Rechtliche Aspekte sind natürlich eine Herausforderung: wie darf ein neues Produkt heißen, welche Eigenschaften muss es mitbringen und welche Zertifikate benötigt es? Und wie schnell können wir derzeit stark nachgefragtes Material bekommen und produzieren? So sind beispielsweise die Trennwände mit Sichtfenster entstanden, denn Acryl ist nicht nur teuer, sondern aktuell auch extrem schwierig verfügbar.
Doch diese Aspekte kommen durchaus auch bei „normalen“ Kundenprojekten vor. Für uns ist die größere Herausforderung tatsächlich gerade, Massenprodukte statt individueller Lösungen zu entwickeln. Denn normalerweise sind unsere Verpackungen und Displays maßgeschneidert auf das Produkt, seine Logistik und die Zielgruppe. Jetzt entwickeln wir allgemein nutzbare Produkte, die wir bei Bedarf individualisieren. Diese andere Perspektive ist für uns im ersten Schritt eine Herausforderung gewesen, inspiriert uns aber zu ganz neuen Denkansätzen und Arbeitsweisen.

Wie reagieren Ihre Kunden darauf, wie kommt das an?

Quelle: STI Group

Quelle: STI Group

Claudia Rivinius: Unsere Kunden sind sehr dankbar dafür, dass wir ihnen mit der neuen Produktrange bei einem Teil ihrer aktuellen Herausforderungen helfen können. Lebensmittel-Produzenten sind ebenso begeistert wie Co-Packer, dass wir ihre Produktions- oder Packstraßen mit einfachen Wellpapp-Trennwänden ausstatten. So können sie rechtlichen Vorgaben von Abstand und Infektionsschutz genügen und die Mitarbeiter*innen freuen sich über das pragmatische Vorgehen und die Erhöhung der persönlichen Sicherheit. Gleiches gilt für die Visiere, die wir schnell verfügbar in Europa produzieren und die nicht nur im medizinischen Bereich eine große Entlastung für die Mitarbeiter darstellen.


Ähnliche Meldungen

19.05.2020 Roboter gegen Viren

Mitglieder der Robotics4Retail-Initiative des EHI entwickeln Desinfektionslösungen für Läden und Lager // Corona ist ein schwerwiegendes Problem im Handel und vielen weiteren Branchen. Die

07.05.2020 Homeoffice, Alltagshelden, Hund und App

Interview mit Kristian Peters-Lach, Pressesprecher und Manager Corporate Relations bei Fressnapf // Welche Herausforderungen stellen sich in der aktuellen Situation bei der Kommunikation mit

30.04.2020 LEH: Mehr mit Karte

Die Corona-Pandemie scheint dem Bezahlen per Karte im Lebensmitteleinzelhandel aktuell einen deutlichen Schub nach vorne zu verleihen. Auf Basis erster Rückmeldungen aus dem LEH zum aktuellen

30.04.2020 Lieferausfälle und Personalmangel

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Handelslogistik // Die Verbreitung des Corona-Virus hat in den vergangenen drei Monaten in vielfältiger Weise die Logistik der in Deutschland

16.04.2020 Chance vertan

Ein Kommentar von Michael Gerling Als gestern Abend die Bundeskanzlerin nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten vor die Presse trat, waren Teile des Einzelhandels bereits durch die

16.04.2020 Commitment und Team-Spirit

Interview mit Christian Witt, Director Corporate Communications, Breuninger Besonders in Krisenzeiten ist die Kommunikation mit den eigenen Mitarbeitern wichtig. Wie funktioniert das bei

16.04.2020 Automatisch angesagt

Interview mit Wilbert Hirsch, COO von ReAct - Responsive Acoustics ‪ Ist die Nachfrage nach Durchsagen seitens des Handels momentan besonders hoch im Vergleich zur Zeit vor

09.04.2020 Lieber keine Scheine

Jeder gibt sich dieser Tage große Mühe jegliche Kontakte mit anderen Menschen und Oberflächen zu vermeiden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Aber Einkaufen muss man, und bezahlen ebenfalls.

09.04.2020 Code of Conduct

Handel und Immobilienindustrie einigen sich auf Verhaltenskodex // Mieter und Vermieter von Handelsimmobilien wollen während der Corona-Krise besser zusammenarbeiten. Innerhalb weniger Tage haben

03.04.2020 Corona: Wandel in Zahlen

Um Sie fortlaufend über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Handel zu informieren, tragen wir auf unserem Statistikportal handelsdaten.de wichtige Daten rund um das Thema für Sie zusammen.

02.04.2020 Es geht nur gemeinsam

Seit Tagen häufen sich die Meldungen über unterschiedliche Unternehmen, die wegen geschlossener Geschäfte aktuell keine Mietzahlungen leisten – u. a. betrifft das Galeria Karstadt-Kaufhof,

01.04.2020 Erreichbar für Daheim-Shopper

Bundesweite Plattform für stationären Einzelhandel In den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass die Bereitschaft zur Solidarität und zur gegenseitigen Unterstützung in der Bevölkerung groß ist

26.03.2020 Weniger Bürokratie in der Coronakrise

Die aktuelle Situation im Handel erfordert schnelle und unbürokratische Lösungen. Da geht es zum Beispiel um die soziale Sicherung von Beschäftigten. Schon Anfang der Woche hat das Bundeskabinett

26.03.2020 Supermärkte füllen Versorgungslücke

Von Ende Februar bis zur vergangenen Woche haben sich die Umsätze des Lebensmitteleinzelhandels ausgesprochen positiv entwickelt. Zunächst waren vor allem die Vorratskäufe für diese Umsatzimpulse

20.03.2020 Neu terminiert

Das Corona-Virus hat Deutschland im Griff und trifft den Handel in besonderer Form. Auch wir müssen mit den Auswirkungen umgehen. Für die nächsten Monate haben wir alle unsere Veranstaltungen, die