Automatisierung, KI und Echtzeitdaten im medialen Fokus

Aktuelle Analyse der Fachpresse zu Logistik-Themen

Philipp Lanzerath

Philipp Lanzerath

Projektleiter Public Relations

Tel: +49 221 57993-697

lanzerath@ehi.org

Dr. Tobias Röding

Projektmanager Handelslogistik 

Tel: +49 221 57993-362

roeding@ehi.org

Die Handelslogistik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen strategischer Neuorientierung und operativer Umsetzung. Aktuelle geopolitische Konflikte, volatile Transportmärkte und instabile Energiepreise machen globale Lieferketten dauerhaft störanfällig. Gleichzeitig verschärfen Omnichannel-Strukturen, steigende Serviceanforderungen, hohe Retourenquoten und neue Fulfillment-Konzepte den Wettbewerb. Mit dem „Trendreport – Handelslogistik 2026” analysiert das EHI den medialen Diskurs in führenden Fachmedien und leitet daraus Trendthemen der Branche sowie Handlungsempfehlungen für Händler ab.

„Die Analyse zeigt eine Verschiebung im Fachdiskurs: Automatisierung, resiliente Lieferketten und flexible Netzwerkstrukturen gelten zunehmend als Grundlage einer leistungsfähigen Handelslogistik. Gleichzeitig gewinnen datenbasierte Steuerung und KI-gestützte Planung an Bedeutung, während das Thema Nachhaltigkeit weniger intensiv behandelt wird“, erklärt Dr. Tobias Röding, Logistik-Experte beim EHI und Autor der Studie.

Weniger Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeitsthemen

Ein Ergebnis ist, dass Automatisierungen in Lagern sowie resiliente und möglichst anpassungsfähige Lieferketten keine Visionen mehr sind, sondern mittlerweile Grundelemente einer stabilen Wertschöpfung in der Handelslogistik darstellen. Ihr hoher Stellenwert spiegelt sich in der Breite und Tiefe des Fachdiskurses wider. Vor diesem Hintergrund erhielt das Thema Robotisierung im Jahr 2025 zusätzliche mediale Aufmerksamkeit, da die Fortschritte in diesem Bereich auf logistischer Ebene immer sichtbarer werden.

Des Weiteren halten die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz auch in handelslogistischen Prozessen Einzug. Die Dynamik der Berichterstattung über Echtzeitdaten und KI-gestützte Planung ist ein messbarer Indikator dafür, dass Nutzungserfolge im operativen Betrieb immer leichter nachweisbar sind.

Im medialen Diskurs sind dagegen deutliche Rückgänge bei den Themen Nachhaltigkeit, ESG und Regulatorik von 2024 auf 2025 zu beobachten. Dies deutet darauf hin, dass diese Themen zunehmend als regulatorische Rahmenbedingungen verstanden werden und somit an Aufmerksamkeit verlieren.

Handlungsempfehlungen für den Handel

Für Handelsunternehmen ergibt sich daraus eine klare Managementaufgabe: Da sich Logistiknetzwerke zunehmend zum strategischen Rückgrat des Handels entwickeln, sollten sie entsprechend auf Managementebene verankert werden. Gleichzeitig gewinnen Daten als zentraler Produktionsfaktor der Handelslogistik zunehmend an Bedeutung. Ebenso erfordern Flächenknappheit und steigende Automatisierungsanforderungen langfristige Infrastruktur- und Standortstrategien. Die Studie zeigt außerdem, dass technologische Investitionen nur dann Wirkung entfalten, wenn Unternehmen parallel in Organisationsstrukturen und Führung investieren.

 

Grafiken zum Download

Das Whitepaper ist kostenfrei zum Download erhältlich.

Mehr zur Handelslogistik gibt es auf der LOG 2026 am 21. und 22. April in Bonn.

Methodik:
Für diese Studie wurden 2.383 Fachartikel aus deutschsprachigen Fachmedien der Jahre 2024 und 2025 ausführlich und systematisch zum übergeordneten Themenbereich der Handelslogistik analysiert.


Kontakt:
Dr. Tobias Röding, Projektmanager Handelslogistik, 0221/57993-362, roeding@ehi.org
Philipp Lanzerath, Projektleiter Public Relations, 0221/57993 697, lanzerath@ehi.org

Herausgeber:
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org

Über das EHI:
Das EHI ist ein Forschungs-, Bildungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitenden und einem internationalen Netzwerk von 850 Mitgliedsunternehmen des Handels, der Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie der Dienstleisterbranche. Das EHI ist auch Gesellschafter der GS1 Germany sowie der Agraya und Partner der Messe Düsseldorf bei bedeutenden Handelsmessen wie der EuroShop. Präsident des EHI ist Markant-Chef Markus Tkotz und Geschäftsführer ist Ulrich Spaan.

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