Über welche Kanäle lassen sich Kundinnen und Kunden am effektivsten erreichen? Diese Frage stellt sich jedes Unternehmen – und sie wird in einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft immer komplexer. Um Händler dabei zu unterstützen, hat das EHI im Rahmen der Initiative Angebotskommunikation ein Projekt zur datenbasierten Analyse der Kanalrelevanz gestartet.
Anfang März trafen sich rund 30 Expertinnen und Experten aus dem Handelsmarketing in Hamburg zu einem zweitägigen Workshop. Ziel des Treffens war die Entwicklung eines „Atlas der Kanalrelevanz“, ein datengetriebenes Navigationsinstrument für den Handel. Der Atlas soll aufzeigen, welche Kommunikationskanäle für welche Zielgruppen relevant sind, wie sich das kanalübergreifende Verhalten der Kundschaft verändert und welche strategischen Konsequenzen sich daraus für das Marketing ableiten lassen.
Für inhaltliche Impulse während des Workshops sorgten zwei Keynotes. Dr. Christian Grahle von Adobe sprach am ersten Tag über den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Marketing. Dr. Nicolai Johannsen von Bonprix zeigte am zweiten Tag in seinem Vortrag auf, wie sich die Marketingeffizienz durch echte Customer Centricity skalieren lässt und welche zentrale Rolle KI künftig bei der Optimierung von Kanalstrategien spielen wird.
Grundlage des Projekts ist ein mehrstufiger Analyseprozess, der gemeinsam mit den Mitgliedern der Initiative umgesetzt wird. Ergänzt wird die Auswertung durch umfangreiche Daten des Partners YouGov. Die Ergebnisse sollen Händlern dabei helfen, ihre Marketingmaßnahmen künftig präziser auszurichten. Die finalen Erkenntnisse des Projekts werden am 10. Juni auf dem EHI Marketing Circle 2026 in Mönchengladbach vorgestellt.
Bereits jetzt zeigt sich: Kundinnen und Kunden bewegen sich parallel zwischen verschiedenen Kanälen, vergleichen Angebote in Echtzeit und erwarten relevante Kommunikation genau im richtigen Moment.


