Fokus auf Nachhaltigkeit

EuroShop RetailDesign Award: Top-Trends im Ladenbau 2022

Angelika Simko

Angelika Simko

Projektleiterin Forschungsbereich Ladenplanung + Einrichtung

Tel: +49 221 57993-24

simko@ehi.org

Philipp Lanzerath

Philipp Lanzerath

Public Relations

Tel: +49 221 57993-697

lanzerath@ehi.org

Holz, ein Symbol für Nachhaltigkeit und ein Megatrend im Einzelhandel, ist nach wie vor ein bevorzugtes Material im Ladenbau. Oft wird es mit frischen und lebendigen Farben kombiniert, um starke Akzente in verschiedenen Ladenbereichen zu setzen. Darüber hinaus sind neue Materialien erfunden worden, um die Anforderungen nachhaltiger Konzepte zu erfüllen. Für den EuroShop RetailDesign Award 2022 wurden 87 Beispiele für herausragende Ladenbaukonzepte aus 28 Ländern eingereicht. Davon haben es 37 Projekte auf die Shortlist geschafft. EHI-Ladenbauexpertin Claudia Horbert hat sie gesichtet, um die Top-Trends im internationalen Retail-Design zu identifizieren. Die fünf Gewinner werden Ende Februar 2022 bekannt gegeben.

Gemütlichkeit und Coolness

Die Verwendung von Holz steht für ein umweltfreundliches Ladendesign, aber es ist mehr als das: Die Händler arbeiten an Konzepten, die durch den Einsatz von natürlichen und recycelten Materialien realisiert werden. Produkte, die nicht mehr verwendet werden können, erhalten so ein zweites Leben.

Verschiedene Holzarten sind zu einem bestimmenden Element für den Ladenbau geworden. Zusammen mit einer weichen und warmen Farbgebung schafft es eine gemütliche Atmosphäre, während es in Kombination mit Metallteilen, Beton und Gittern ein rohes, technisches Design erzielt.

Kunststoffe und Umwelt

Auch neu erfundene Materialien, die auf den ersten Blick vielleicht nicht danach aussehen, sind bevorzugt umweltfreundlich – z. B. Kunststofffliesen oder Reste der Textilindustrie, die vor dem Wegwerfen bewahrt werden. Sie liefern genau den richtigen Input für neue nachhaltige Storekonzepte.

Partner ERDA

Einzelhandel und Sozialverträglichkeit

Moderne Geschäfte binden ihre Kundschaft in ein interaktives Storytelling ein. Heute geht es mehr um das Erlebnis vor Ort als nur um den reinen Kauf eines Artikels – mit dem Laden als sozialem Ort und Treffpunkt für Gemeinschaft, der Cafés und Restaurants, persönliche Dienstleistungen, Kunstgalerien, Co-Working-Spaces, Lesungen, Workshops und vieles mehr vereint.

Angesichts der zunehmenden Vermischung von Einkaufen, Gastronomie, Arbeit und Unterhaltung müssen Verkaufsräume mehr als nur eine Funktion erfüllen. Daher ist Flexibilität von großer Bedeutung, nicht nur um zwischen verschiedenen Kategorien zu wechseln, sondern auch bei Übergängen zwischen Segmenten und Bereichen.

Frisch und lokal

Im Lebensmittelgeschäft legen moderne Supermärkte viel Wert auf Frische, lokale Produkte und Gastronomie. Sie bauen ihre Frischeabteilungen aus, laden ihre Kundschaft zu kulinarischen Reisen ein und reagieren so auf die sich verändernden Verbrauchergewohnheiten. Inspirierende Food-Halls treffen auf Supermärkte.

Roboter und digitale Spiegel

Da die Kundschaft ein nahtloses Einkaufserlebnis erwartet, schaffen zeitgemäße Ladenkonzepte durch die Nutzung digitaler Tools und Services Omnichannel-Erlebnisse – so gibt es vermehrt Angebote wie:

  • Spiele-Touchpoints und Selfie-Punkte
  • Laufstrecken für die Analyse des Laufstils
  • digitale Spiegel in Umkleidekabinen und in der Beauty-Abteilung
  • einen Roboter als Kundenassistenten in einem thailändischen Supermarkt, der die Kundschaft berät, Sonderangebote empfiehlt und bei Bedarf Kontakt zum realen Personal aufnimmt.

Die Pandemie hat auf andere Art und Weise gezeigt, wie wichtig es ist, Stores zu kreieren, die sich an neue Verhaltensweisen und Konsummuster anpassen können. Da das Leben zunehmend digitaler wird, suchen Menschen nach realen Erfahrungen, die alle ihre Sinne ansprechen. Das Kundenerlebnis wird somit wichtiger als die Transaktion mit Einzelhändlern.

EuroShop RetailDesign Award 2022

Um sich im diesjährigen Wettbewerb durchzusetzen, müssen die Bewerber erneut mit einem gelungenen Mix aus Ladenarchitektur, Farben, Materialien, Beleuchtung und Visual Merchandising überzeugen, der die Sortimentsbotschaft und Zielgruppenansprache klar erkennen lässt. Es wurden 37 Teilnehmer nominiert. Die Nominierten haben die Chance, in einem der folgenden fünf Themenbereiche ausgezeichnet zu werden: Food, Fashion & Lifestyle, Digital, Hospitality und Sustainability. Das EHI und die Messe Düsseldorf werden die Gewinner Ende Februar 2022 bekannt geben. Weitere Informationen finden Sie unter: www.euroshop-award.com.

 

Die Nominierten 2022


Kontakt:
Claudia Horbert, Leiterin Forschungsbereich Ladenplanung + Einrichtung, Tel: +49 221/57993-58, horbert@ehi.org
Angelika Simko, Projektleiterin Forschungsbereich Ladenplanung + Einrichtung, Tel. +49 221/57993-24, simko@ehi.org
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-42, holtmann@ehi.org

Herausgeber:
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org

Über das EHI:
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 850 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Markus Tkotz, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die China in-store für den asiatischen Handel in Shanghai.

Angelika Simko

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Tel: +49 221 57993-24

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Philipp Lanzerath

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