Micro-Hubs für die letzte Meile

EHI-Whitepaper zu Quick Commerce

Marco Atzberger

Marco Atzberger

Mitglied der Geschäftsleitung, EHI Retail Institute

Tel: +49 221 57993-32

atzberger@ehi.org

Philipp Lanzerath

Philipp Lanzerath

Public Relations

Tel: +49 221 57993-697

lanzerath@ehi.org

Der neue Trend Quick Commerce, mit dem die Auslieferung von Online-Bestellungen innerhalb einer Stunde gemeint ist, wird immer häufiger angeboten. Retailer setzen dabei vermehrt auf Micro-Hubs als Schnittstelle zur letzten Meile. Micro-Hubs sind mobile oder stationäre Sammelpunkte für Pakete in Innenstadtlagen oder Wohngebieten, in denen Produkte kurz zwischengelagert und dann auf emissionsarme Fahrzeuge umgeladen werden. Für fast zwei Drittel der Händler ist das Konzept besonders für Lebensmittel geeignet, so ein Ergebnis der von Interroll beauftragten EHI-Erhebung „Quick Commerce: Micro-Hubs als Game Changer bei der letzten Meile?“. Micro-Hubs können das große Sendungsaufkommen beim Online-Handel bündeln, sodass durch ein intelligentes Tourenmanagement Transportkosten eingespart und Verkehrswege weniger frequentiert werden.

„Bei der letzten Meile, also zwischen Verteilzentrum und Empfänger, schaffen Micro-Hubs neue Möglichkeiten, Lieferungen schneller und nachhaltiger zu bewerkstelligen. Mit unseren platzsparenden und energieeffizienten Lösungen für den Materialfluss tragen wir maßgeblich dazu bei, die Produktivität der Micro-Hubs zu steigern“, sagt Ingo Steinkrüger, Chief Executive Officer der Interroll Gruppe. Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI, ergänzt: „Micro-Hubs dienen vorrangig als Umschlaglager für Lebensmittel und Convenience-Produkte. Künftig könnten sie eine Schlüsselrolle in neuen Mobilitäts- und Logistik-Konzepten spielen.“

Quick Commerce

Lebensmittel prädestiniert für Quick Commerce

62 Prozent der Händler sind der Meinung, dass Lebensmittel für den Quick Commerce prädestiniert sind. Auch Gastronomieangebote (55 Prozent) sowie Healthcare- und Wellness-Produkte (52 Prozent) sind nach ihrer Einschätzung geeignet.

Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung von Quick Commerce prognostizieren 34 Prozent der befragten Händler, dass sich dieses Konzept in bestimmten Sortimentsbereichen wie etwa bei Frischeprodukten zum Lieferstandard entwickeln werde. 58 Prozent glauben auch an eine zukünftige Erwartungshaltung der Kundschaft in Bezug auf sehr schnelle Lieferungen. 96 Prozent der Händler nehmen an, dass Quick Commerce auf dicht besiedelte Metropolregionen beschränkt bleiben wird.

Automatisierung von Micro-Hubs

Automatisierung von Micro-Hubs möglich

52 Prozent der Händler haben Quick-Commerce-Konzepte bislang nicht vorgesehen. 17 Prozent befinden sich zurzeit in einer Testphase, 14 Prozent sind in der Planung. Als wichtigste Herausforderungen des Quick Commerce definieren die Händler die kundennahe Warenverfügbarkeit (93 Prozent), die Wirtschaftlichkeit der Kundenbelieferungen (79 Prozent) und die Verfügbarkeit des Auslieferungspersonals (45 Prozent).

Im Hinblick auf die Frage der Automatisierung von Micro-Hubs zeigen sich die Händler optimistisch – solange der Warendurchsatz stimmt. Für 73 Prozent sind automatische Micro-Hubs sinnvoll, wenn ein bestimmter Warendurchsatz erreicht wird. Zehn Prozent halten Micro-Hubs grundsätzlich für zu klein für eine Automatisierung.

 

Grafiken zum Download

 

Das Whitepaper „Quick Commerce: Micro-Hubs als Game Changer bei der letzten Meile?“ ist ab sofort kostenlos hier zu finden.

Datenbasis:
Das EHI hat im Auftrag von Interroll zwischen Januar und Februar 2022 eine Online-Umfrage durchgeführt, an der insgesamt 74 Unternehmen teilgenommen haben, darunter 29 Vertreter:innen aus dem Handel. Bei der Auswertung der Ergebnisse wurde nach Handel und sonstigen Branchen differenziert.


Kontakt:
Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung, Tel.: +49 (0)221/57993-32, atzberger@ehi.org
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)221/57993-42, holtmann@ehi.org
Martin Regnet, Head of Communications & Investor Relations, Tel.: +41 91 850 25 21, media@interroll.com

Herausgeber:
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org

Über das EHI:
Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 850 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident des EHI ist Markant-Chef Markus Tkotz, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die China in-store für den asiatischen Handel in Shanghai.

Über Interroll:
Die Interroll Gruppe ist der global führende Anbieter von Lösungen für den Materialfluss. Das Unternehmen wurde 1959 gegründet und ist seit 1997 an der SIX Swiss Exchange gelistet. Interroll beliefert Systemintegratoren und Anlagenbauer mit einem umfassenden Sortiment an plattformbasierten Produkten und Services in den Kategorien „Rollers“ (Förderrollen), „Drives“ (Motoren und Antriebe für Förderanlagen), „Conveyors & Sorters“ (Förderer & Sorter) sowie „Pallet Handling“ (Palettenförderung und -lagerung). Lösungen von Interroll sind bei Express- und Postdiensten, im E-Commerce, in Flughäfen sowie in den Bereichen Food & Beverage, Fashion, Automotive und weiteren Industrien im Einsatz. Das Unternehmen zählt führende Marken wie Amazon, Bosch, Coca-Cola, DHL, Nestlé, Procter & Gamble, Siemens, Walmart oder Zalando zu seinen Nutzern. Mit Hauptsitz in der Schweiz verfügt Interroll über ein globales Netzwerk von 35 Unternehmen mit einem Umsatz von CHF 640,1 Millionen und 2.600 Mitarbeitern (2021).

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