Die Shopping-Center-Landschaft in Deutschland ist weiterhin in Bewegung. Ein Grund dafür ist die spektakuläre Neueröffnung des Westfield Hamburg-Überseequartiers im vergangenen Jahr. Das Leuchtturmprojekt ist eines von zwei neuen Centern in der EHI-Datenbank, die deutschlandweit mehr als 500 Center zählt.
„Die Gesamtfläche der Shopping-Center ist leicht gestiegen und immer mehr Center arbeiten an einem Gesamtkonzept, das über die reine Retail-Funktion hinausgeht. Mischnutzungen mit Freizeitangeboten, Gesundheitsversorgung oder beispielsweise Büros gehören in vielen Centern schon lange zum Nutzungsmix, Tendenz steigend“, erklärt Lena Knopf, Leiterin des Forschungsbereichs Immobilien & Expansion.
Gesamtfläche wächst
Mit 506 Shopping-Centern bleibt die Anzahl in Deutschland zum zweiten Mal in Folge unverändert (Stand: 01.01.2026). Neu hinzugekommen sind das Überseequartier in Hamburg und der Drewespark in Wismar. Auf der anderen Seite fallen zwei Objekte aus der Statistik, da sie die gesetzten Definitionsgrenzen (u. a. eine Mindestgröße von 10.000 qm Retail-Mietfläche) nicht mehr erfüllen.
Trotz gleichbleibender Centerzahl ist eine Entwicklung am Markt zu beobachten. Die Gesamtfläche aller Center vergrößert sich – nicht zuletzt durch das neue Hamburger Überseequartier – um drei Prozent auf 17,2 Mio. qm. Auch die Retail-Mietfläche wächst leicht um 0,3 Prozent auf 13,1 Mio. qm.
Revitalisierungen im Gange
Wie im Vorjahr verzeichnen 38 Shopping-Center laufende oder direkt geplante Modernisierungsmaßnahmen. Eine häufige Maßnahme ist die Diversifizierung des Nutzungsmixes über das Retail-Geschäft hinaus, wodurch die Handelsflächen teilweise verkleinert werden. Einige Center erweitern jedoch auch ihre Retail-Fläche. Ein Beispiel dafür ist der Strelapark in Stralsund mit rund 20 neuen Geschäften auf 6.000 qm.
Innenstadtlagen gefragt
Insgesamt liegen 46 Prozent der Shopping-Center in den Innenstädten, 39 Prozent in einem Stadtteil und 15 Prozent auf der grünen Wiese. Beim Blick auf die Neueröffnungen zwischen 2015 und 2025 verfestigt sich dieses Bild: Von den 36 neuen Centern in diesem Zeitraum befinden sich 21 in der Innenstadt (58 Prozent), 14 in Stadtteilen (39 Prozent) und mit dem EEC Edingen-Neckarhausen lediglich ein Center auf der grünen Wiese.
Top-Mieter
Nach wie vor besitzen sieben Vertriebslinien mehr als 200 Filialen in Centern. Zu den Top-3 zählen unverändert Deichmann (288 Geschäfte), Ernsting’s Family (261) und dm-drogerie markt (237). Die beiden letztgenannten Händler können je vier Center-Filialen mehr verzeichnen. Aus den Top-20 haben Nanu-Nana (+5), Only, Woolworth, Rituals und Douglas (je +4) mehr Shops als im Vorjahr. Demgegenüber verkleinern Vodafone, Hunkemöller (je −8), Frisör Klier (−4) und H&M (−3) ihr Filialnetz in Shopping-Centern.
Der gedruckte Shopping-Center-Report enthält neben den Forschungsergebnissen auch Fachartikel und detaillierte Steckbriefe ausgewählter Center. Die Online-Datenbank zum Shopping-Center Report wird stetig aktualisiert, enthält Steckbriefe aller Shopping-Center sowie umfangreiche Such- und Filterfunktionen.
Informationen zu Abomöglichkeiten
Kontakt:
Lena Knopf, Leiterin Forschungsbereich Immobilien + Expansion, Tel: +49 (0)2 21/57993-712, knopf@ehi.org
Philipp Lanzerath, Public Relations, Tel.: +49 (0)2 21/57993-697, lanzerath@ehi.org
Herausgeber:
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org
Über das EHI:
Das EHI ist ein Forschungs-, Bildungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitenden und einem internationalen Netzwerk von 850 Mitgliedsunternehmen des Handels, der Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie der Dienstleisterbranche. Das EHI ist auch Gesellschafter der GS1 Germany sowie der Agraya und Partner der Messe Düsseldorf bei bedeutenden Handelsmessen wie der EuroShop. Präsident des EHI ist Markant-Chef Markus Tkotz und Geschäftsführer ist Ulrich Spaan.



