Auf Einladung von EHI Stiftung und GS1 Germany feierten rund 300 Spitzenkräfte die 19. Verleihung des Wissenschaftspreises im Rahmen der EuroShop in Düsseldorf. Unter den Augen führender Persönlichkeiten aus Handel und Konsumgüterindustrie wurden das Startup Turns (Hochschule Ansbach), Dr. Julian Felix Kopka und Dr. Lennart Borgmann (Uni Wuppertal) sowie Justin Eymann (ETH Zürich) ausgezeichnet. Mit ihren Ansätzen helfen sie Handel und Konsumgüterindustrie, Lösungen für verschiedene Herausforderungen zu finden. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt 65.000 Euro dotiert.
Preisträgerinnen und Preisträger Wissenschaftspreis 2026
Bestes Startup:
Turns (Hochschule Ansbach) – Textile Recyclingkette in Form einer digitalen Plattform
Turns ist ein Startup, das mit dem sogenannten Faserkreislauf eine textile Recyclingkette in Form einer digitalen Plattform entwickelt hat. Ziel ist es, die hochwertige Faserrückgewinnung aus Alttextilien wirtschaftlich und industriell skalierbar für Unternehmen mit Alttextilaufkommen zugänglich zu machen. Durch die Verbindung textiler Expertise mit intelligenten, digitalen Prozessen schafft Turns ein neues Niveau der Wiederverwertung: transparent, rechtssicher und reproduzierbar in der Qualität. Die Plattform vernetzt alle relevanten Akteure entlang der textilen Wertschöpfungskette – von der Altkleiderabgabe bis zur Konfektion und bildet damit einen durchgängigen, digital nachverfolgbaren Recyclingkreislauf.
Beste Dissertation:
Dr. Julian Felix Kopka/Dr. Lennart Borgmann (Uni Wuppertal): Aufmerksamkeit in der Werbung
Die Dissertation geht der Frage nach, wie in einem fragmentierten und kurzlebigen digitalen Medienumfeld noch Aufmerksamkeit von Konsumentinnen und Konsumenten erzeugt und gehalten werden kann. Ein Ergebnis der Analyse ist, dass das Smartphone das dominierende Gerät ist und digitale Kommunikation sowie Vertriebskanäle daher konsequent nach dem Prinzip „Smartphone First“ gestaltet werden sollten. Es zeigt ebenso, dass die Größe einer Anzeige der beste Prädiktor dafür ist, ob diese betrachtet wird oder nicht. Taktiken, die das Online-Erlebnis unterbrechen oder zu sehr nach Werbung aussehen, wirken sich hingegen eher kontraproduktiv aus.
Beste Masterarbeit:
Justin Eymann (ETH Zürich) – Virtual Reality (VR) für Wertschöpfung im Einzelhandel
Mit seiner Masterarbeit untersucht Justin Eymann, wie Interaktion in einer virtuellen Umgebung das Entscheidungsverhalten von Konsumenten beeinflusst. Dafür wurden Interviews und Laborexperimente kombiniert, sowie eine Produktpräsentation in VR entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass interaktive Elemente in VR die Zahlungsbereitschaft erhöhen können. Sie lassen sich direkt in der Praxis anwenden. So können Händler VR-Erlebnisse in ihren Filialen oder Onlineshops anbieten, bei denen Kund:innen virtuelle Produkte zusammenbauen oder individuell anpassen können.
Der Wissenschaftspreis wird unterstützt von Hauptsponsor Arvato Systems, Premiumsponsor Riverty und den weiteren Förderern 4brands Reply, Adesso, Eye Square, IBM, Kellerhals Stiftung, KPMG, Softserve und VusionGroup.
Fotos zum Download (Bildquelle: EHI/GS1)
Pressekontakt:
Philipp Lanzerath, EHI, Projektleiter Public Relations, Tel.: 02 21/5 79 93-697, lanzerath@ehi.org
Herausgeber:
EHI Stiftung, Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi-stiftung.org, Tel: +49 (0)2 21/5 79 93-0
GS1 Germany GmbH, Maarweg 133, 50933 Köln, www.gs1.de, Tel: +49 (0) 2 21/9 47 14-0
Über die EHI Stiftung:
Die EHI Stiftung fördert den Austausch zwischen der Wissenschaft und dem Handel, motiviert Hochschulen, über Handelsthemen zu forschen und trägt dazu dabei, den Handel als attraktiven Arbeitgeber bekannter zu machen. Sie wurde 2013 vom EHI Retail Institute e.V. gegründet. Vorstandsmitglieder der EHI Stiftung sind Kurt Jox, Graciela Bruch, Michael Gerling und Philipp Hübner. Wichtigstes Projekt der Stiftung ist der Wissenschaftspreis, der jährlich gemeinsam mit GS1 Germany vergeben wird.
Über GS1 Germany:
Es begann mit einem einfachen Beep. 1974 wurde in einem Supermarkt zum ersten Mal ein Barcode gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens – und der Anfang der Erfolgsgeschichte von GS1. Der maschinenlesbare GS1 Barcode mit der enthaltenen GTIN ist mittlerweile der universelle Standard im globalen Warenaustausch und wird sechs Milliarden Mal täglich auf Produkten gescannt. Die Standards von GS1 sind die globale Sprache für effiziente und sichere Geschäftsprozesse, die über Unternehmensgrenzen und Kontinente hinweg Gültigkeit hat. Als Teil eines weltweiten Netzwerks entwickeln wir mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam marktgerechte und zukunftsorientierte Lösungen, die auf ihren Unternehmenserfolg unmittelbar einzahlen. Zwei Millionen Unternehmen aus über 20 Branchen weltweit nutzen heute diese Sprache, um Produkte, Standorte und Assets eindeutig zu identifizieren, um relevante Daten zu erfassen und um diese mit Geschäftspartnern in den Wertschöpfungsnetzwerken zu teilen. GS1 – The Global Language of Business.




