Mit Employer Branding und KI zum geeigneten Personal

EHI-Whitepaper „Talents4Retail 2026“

Ute Holtmann

Ute Holtmann

Leiterin Public Relations

Tel: +49 221 57993-42

holtmann@ehi.org

Ulrike Witt

Ulrike Witt

Forschungsbereich Personal

Tel: +49 221 57993-994

witt@ehi.org

Qualifiziertes und engagiertes Personal zu finden, bleibt für den Handel trotz einer etwas entspannteren Arbeitsmarktlage eine Herausforderung. Die Anzahl der Bewerbungen hat sich zwar im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesteigert, die Qualität der geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten jedoch nicht gleichermaßen, zeigen die Ergebnisse der aktuellen EHI-Studie „Talents4Retail 2026“. Immer häufiger tragen Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) zu einem effektiven und effizienten Recruiting-Prozess bei.

Bewerbungen: Quantität gewinnt, Qualität verliert

52 Prozent der befragten Händler haben in den letzten zwölf Monaten etwas mehr Bewerbungen im Vergleich zu den Vorjahren erhalten, 41 Prozent sogar deutlich mehr. Für die meisten Händler (45 Prozent) bewirbt sich jedoch weniger gut geeignetes Personal als in den Vorjahren. „Wenn Stellen in den Zentralen längere Zeit unbesetzt bleiben, liegt dies vor allem an den hohen Ansprüchen der Bewerbenden und einer nicht ausreichenden Qualifikation“, sagt Ulrike Witt, Koordinatorin des Forschungsprojekts Personal.

Neben den zu hohen Ansprüchen (89 Prozent) und der mangelnden Qualifikation (88 Prozent) zählt auch ein unzureichendes Recruiting-Budget (71 Prozent) zu den Top 5-Gründen für die Nichtbesetzung von Stellen in Zentralen. Für die Filialen hingegen sind es Faktoren wie das allgemeine Image des Handels (100 Prozent) mit langen Öffnungszeiten und wenig flexiblen Arbeitszeiten sowie die geringe Anzahl an Personal für HR (100 Prozent), die das Recruiting neuer Mitarbeitenden erschweren.

Recruiting-Maßnahmen und Einsatz von Technologie

Um offene Stellen trotz der Situation am Arbeitsmarkt leichter besetzen zu können, wird in den Zentralen das Budget für Recruiting angepasst und mit flexiblen Arbeitszeiten sowie der Möglichkeit zu Remote-Work (je 100 Prozent) geworben. Die Filialen und die Logistik setzen vor allem auf eine vereinfachte Bewerbung (95 bzw. 81 Prozent) und einen kurzen Recruiting-Prozess (95 bzw. 80 Prozent), auch ist bei ihnen der Quereinstieg willkommen (95 bzw. 75 Prozent).

Um den Recruiting-Prozess möglichst effektiv und effizient zu ge­stalten, werden immer mehr Technologien eingesetzt. Während datenbasierte Tools bzw. KI in den Zentralen bereits alltäglich eingesetzt werden, ist die Talentsuche mit Hilfe digitaler Tools in den Filialen und der Logistik noch weniger verbreitet. In den Filialen wird aktuell vor allem auf Bewerbungen per Messenger wie WhatsApp, Facebook oder Instagram (100 Prozent) sowie Sprachnachrichten (90 Prozent) gesetzt, in der Logistik dominieren Bewerbungen via Website, beispielsweise via Video (82 Prozent).

Für die Zukunft erwarten die Personalverantwortlichen der Branche, dass KI in fast allen Bereichen und Stufen des Recrui­tings eingesetzt wird – von passgenauen Stellenanzeigen über die Vorselektion bis hin zum Bewerbermanagement. Auch die tradi­tionelle Personalplanung wird zunehmend durch proaktives, ad­aptives Predictive Workforce Planning ersetzt, um effizi­enter und resilienter in einer volatilen Umwelt agieren zu können.

Das Whitepaper steht zum kostenfreien Download bereit.

Pressegrafiken zum Download

Datenbasis:
Es wurden HR-Verantwortliche des deutschen Einzelhandels befragt. Insgesamt haben sich 38 Unternehmen beteiligt. Der Lebensmittelhandel ist mit 48 Prozent am häufigsten vertreten. Teilgenommen haben sowohl mittelständische Unternehmen als auch große, filialisierte Einzelhändler mit einem Jahresumsatz von über 5 Mrd. Euro (44 Prozent) und mehr als 10.000 Mitarbeiter:innen (41 Prozent).


Kontakt:
Ulrike Witt, Forschungsprojekt Personal, Tel: +49 (0)221/57993-994, witt@ehi.org
Ute Holtmann, Leiterin Public Relations, Tel.: +49 (0)221/57993-42, holtmann@ehi.org

Herausgeber:
EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org

 Über das EHI:
Das EHI ist ein Forschungs-, Bildungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitenden und einem internationalen Netzwerk von 850 Mitgliedsunternehmen des Handels, der Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie der Dienstleisterbranche. Das EHI ist auch Gesellschafter der GS1 Germany sowie der Agraya und Partner der Messe Düsseldorf bei bedeutenden Handelsmessen wie der EuroShop. Präsident des EHI ist Markant-Chef Markus Tkotz und Geschäftsführer ist Ulrich Spaan.

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